14.09.2021 Firá

So, heute wollten wir die Hauptstadt von Santorin, Firá, kennenlernen.

Was schrieb König Ludwig I von Bayern über Firá? “So kühn, so hoch, so senkrecht, so atemlos phantastisch liegt kaum eine andere Stadt der Welt.”

Info Firá
Gründung: 1806
Gründungsursprung: Burgsiedlung auf dem Skaros Felsen
Einwohner: ca. 1600
Höhe: 260 m

Wir hatten beschlossen, den “Local Bus” zu nutzen. Weder auf dem Fahrplan, noch im Internet war eine Abfahrtszeit an einer der vielen Haltestellen aufgeslistet. Lediglich die Zeit, wann der Bus an den Start- und an den Endpunkten wieder los fährt und wie lange die Fahrt dauert war vermerkt. So hatten wir uns ausgerechnet, das der Bus gegen 10:35 halten müsse und beschlossen etwas eher dort zu sein. An der Haltestelle machte uns jemand darauf aufmerksam, daß man die Hand raushalten muß, wenn man will dass der Bus anhält. Aber der Bus kam und kam nicht und so haben wir fast eine Stunde gewartet. Heute vermute ich, dass wir wahrscheinlich einen Bus verpaßt haben, weil wir die Hand nicht rausgehalten, aber egal.
Nach etwas über einer Stunde Wartezeit, näherte sich ein Local Bus. Wir hielten die Hand raus ……. und er hielt. Wahnsinn. Von dieser Haltestelle, die wohl keinen Namen hat, fuhr der Bus ohne Halt durch bis Fira. Ich hatte schon das Portemonnaie in der Hand, doch der Ticketverkäufer war sehr langsam und als der Bus in Fira hielt, verließ er fluchtartig den Bus. Er konnte die Kippe, oder den Kaffee wohl kaum noch abwarten. Wir brauchten nichts bezahlen.
Nun waren wir also in Fira.
Wenn man die Straße am Busbahnhof hoch geht, die Mitropoleos Street, die Dekigala überquert und weiter geradeaus geht, kommt man auf eine Promenade am Caldera Rand. Die Fußgängerzone heißt in diesem Bereich Ipapantis.

Bild unten: rechts, hinten befindet sich das Hotel Atlantis. Links befindet sich die Holy Orthodox Metropolitan Cathedral ( Candlemas ) ( Ιερός Μητροπολιτικός Ναός Υπαπαντής)

Bild unten: Von hier hat man auch wieder einen tollen Ausblick auf die Caldera.

36°25’00.9″N 25°25’53.7″E

Die Insel hinter dem Segelschiff ist der Vulkan Nea Kameni ( 36°24’15.0″N 25°23’50.0″E ).

Bild unten: Blick auf Firá. Der Fels links im Bild gehört ebenfalls zu Santorini und ist der Skaros Rock.

Bild unten: Von der Promenade Blick auf den alten Hafen, Santorini Old Harbor.

Ein Fußweg geht in Serpentinen zu Fuß zum alten Hafen. Der Fußweg ist 1,9 km lang überwindet 185 m und hat 580 Stufen.
Wir haben lange überlegt, ob wir den Weg machen sollten. Ich kann mich an eine Wanderung in Norwegen erinnern (auch auf meinem Blog hier dokumentiert), zum Preikestolen, wo ich zu ehrgeizig war und mich übernommen habe. Meine Sprunggelenke waren danach noch schlechter als sie sowieso schon sind. Wir beschlossen aber, erst einmal einige Meter zu gehen und dann zu entscheiden.

Bild unten: Als wir einige Meter gegangen waren, mußten wir feststellen, dass man sich auch mit einem Esel/Pferd runter und auch wieder hoch bringen lassen konnte. In einigen Rezensionen kann man lesen, das es überall unerträglich nach Esel/Pferde Urin stinkt und man durch die Hinterlassenschaften waten muß. Ganz so schlimm habe ich es nicht empfunden. Ja, man riecht es etwas, aber gestört hat es mich nicht und meine Schuhe waren, als wir am Old Port ankamen, nach wie vor sauber.

Auf halber Strecken sahen wir, das auch eine Seilbahn wierder nach oben führt. Also sind wir weiter gegangen, denn wir wären ja auf jeden Fall zurück gekommen – und wenn es auf dem Rücken eines Esels gewesen wäre.

Bild unten: Am Old Port.

Am Old Port aßen wir erst einmal jeder eine Fischplatte. Das Restaurant war zwar ganz nett und die Fischplatte auch nicht schlecht, für uns war es aber zu viel Calamari. Ich esse ja fast alles, was auf den Tisch kommt, ich verstehe aber nicht, wie dieses geschmacklose gummiartige Zeug jemandem schmecken kann. Da sind meine Schuhsohlen bestimmt aromatischer und zarter 🙂 . Also, so richtig begeistert waren wir nicht von dem Essen, aber am Old Port hat es uns super gut gefallen.

Wir verweilten noch etwas und schauten den Ausflugsschiffen zu, die hier fest machten. Viele Bootsgäste kamen von den Hot Springs und hatten Badezeug dabei. Das klang doch interessant und mußten wir eigentlich auch noch machen. Mal schaun.
Wir nahmen die Seilbahn und fuhren wieder nach oben. Da wir noch nicht am Ende von Firá waren, gingen wir die Fußgängerzone weiter gen Norden – und irgendwo muß ja auch noch das berühmte Motiv mit den drei blauen Kuppeln sein?

Bild unten: Wir gingen fast bis zum Ende von Firá. Von hier hat man einen tollen Blick zurück auf den Ort.

Bild unten: Irgendwann kam diese Kirche, aber die drei blauen Kuppeln aus dem meist-fotografierten Motiv waren das auch nicht. Es ist die Church of Saint Gerasimos (Ιερός Ναός Αγίου Γερασίμου) ( 36°25’31.5″N 25°25’44.2″E )
Da wir genug gelaufen waren, kehrten wir um. Wir waren ja noch länger da. Vielleicht würde ich das berühmte Motiv beim nächsten Mal finden.

Bild unten

Auf dem Rückweg begegnete uns noch diese Kirche. Auch keine drei blauen Kuppeln.
Die blauen Kuppeln gehören zur Catholic Monastery of Dominican Nuns, der bunte Turm leicht rechts daneben gehört zur St. John the Baptist Cathedral (Καθεδρικός Ναός Αγίου Ιωάννη του Βαπτιστή)

Ich habe die Position von der aus die meisten Postkartenmotive geschossen werden, nicht so richtig finden können (wir waren aber auch nicht jeden Tag in Fira/Oia). Also muß ich zu einem zugekauften Bild greifen. Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass die drei Kuppeln in Oia zu finden sind. Sie werden gebildet aus der Saint Spyridon Oia Holy Orthodox Church und aus der Resurrection of the Lord Holy Orthodox Church. Eine gute Foto Position sollte ungefähr hier sein, oder auf dem Weg zu diesem Punkt: 36°27’40.4″N 25°22’32.3″E

© Tomas Marek / Adobe Stock. Bild Nummer: 96008683

Und dann gibt es da ja noch das berühmte Fotomotiv der “Three Bells of Fira”. Die Bekanntheit dieses Motivs war mir nicht so bewußt, trotzdem möchte ich darüber informieren. Die Three Bells of Fira befinden sich hier: 36°25’23.9″N 25°25’42.0″E

Dann kam irgendwie die Frage auf, wo und was wir essen sollten. Was ich ausgesucht hatte, war meiner Partnerin wohl nicht so recht, und so war die Stimmung im Eimer. Mir hat es aber sehr gut geschmeckt und meine Partnerin hat das im nachhinein auchbestätigt. Ich kann das Restaurant also empfehlen.

1500 BC Resto Winebar
https://1500.gr/

36°24’56.9″N 25°25’52.8″E

Nach dem Essen gingen wir noch einmal zur Ipapantis, genossen den Blick am Abend auf die Caldera, machten noch eine FaceTime Session mit unserem Enkelkind und fuhren mit dem Bus zum Hotel zurück.

Am Aussichtspunkt nahe bei unserem Hotel bestaunten wir wieder den Sonnenuntergang….

……und schauten von unserem Balkon über Santorini.

rueckwaertsvorwaerts

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