USA Westen Rundreise, 26.08.2009, Bakersfield - Kern Canyon - Stovepipe Wells (Death Valley)

Nach einem guten Frühstück bei Danny’s ging es weiter. Unser heutiges Ziel sollte Stove Pipe Wells im Death Valley sein. Stove Pipe Wells klingt wie ein Dorf, doch im Prinzip ist es nur ein Hotel/Motel und ein Souvenir und Lebensmittel Laden mitten in der Wüste.
Zwei Möglichkeiten gibt es, von Bakersfield aus zum Death Valley zu kommen. Auf der CA-58 und CA-14, oder über die State Route 178 (Kern Canyon Road). Diese wird auf Mapquest immerhin als eine der schönsten US Straßen bezeichnet. Die Straße geht auf dem Talboden eines canyon entlang und oft ragen direkt neben der Straße die Felswände empor. Man kann von Süden durch das Death Valley bis Stove Pipe Wells fahren, dann bleibt man auf der Sate Route 178, oder man fährt parallel zum Death Valley auf der US-395 bis Olancha oder bis Lone Pine und von dort auf die CA-190. Da das Death Valley oft nicht komplett durchfahrbar ist, zog ich es vor die US-395 zu nutzen. Wir fuhren auch nicht bis Olancha, sondern bis Lone Pine. Lone Pine ist ein Versorgungszentrum für die Umgegend und versorgen wollten wir uns noch (wir hatten noch nichts zu Mittag gegessen), Lone Pine diente auch als Kulisse für viele Western und von Lone Pine aus kann man, laut Reiseführer, evtl. (bei guter Sicht) den Mt. Whitney sehen, mit 4418 m der höchste US Berg (die Berge in Alaska ausgenommen).


Doch zuerst ging es über eine schnurgerade Trasse bis zum Kern Canyon.



Doch dann erreichten wir den Kern Canyon. Eine landschaftlich super schöne Strecke, die ich, was die Strecke von Bakersfield nach Death Valley betrifft, wärmstens empfehlen kann.


Links fließt der Kern River, rechts ragen die Felsen auf.



Die Bilder geben nicht annähernd wieder wie interessant und schön diese Strecke ist. Man kann leider nur da zum Fotografieren halten, wo Haltebuchten sind. Aber diese Strecke ist wirklich zu empfehlen.





Knapp 10 km hinter dem Canyon erreicht man auf flacher Strecke den Isabella Lake. Hier könnte man baden, aber es waren sehr viele Jet Skis auf dem Wasser und da hätte es keinen Spaß gemacht. Also fuhren wir weiter.


Kurz bevor man die California State Route 14 erreicht, die dann etwas nördlich in den US-395 übergeht, wurde die Straße von Sukkulenten gesäumt.







Wir fuhren auf die CA-14 und nach ca. 12km geht diese in die US-395 über, die dann schnurrgerade bis nach Lone Pine führt.
Plötzlich Warnmeldung unseres Mietwagens. Störung! Bitte nächste Werkstatt aufsuchen! Schei…, so etwas war uns auch noch nicht passiert. Was jetzt? In dieser Pampa gab es doch keine Reparaturwerkstatt. In Lone Pine würden wir telefonieren müssen.




Man kann es leider kaum erkennen, aber das ist auch eine Gefahr bei der Wärme rund ums und im Death Valley – Hitzeflimmern auf der Straße.



Nach einer weiteren Stunde Fahrt (116km) erreichten wir Lone Pine und telefonierten mit Alamo. Wir beschrieben die Anzeige im Auto und man empfahl uns bis Las Vegas weiter zu fahren und den Wagen dort abzugeben.
Dann gingen wir erst einmal etwas essen und kauften ein – Milch mit Nougat Geschmack für später. Da freuten wir uns jetzt schon drauf. Wir wollten dann noch einen kurzen Abstecher in Richtung Mt. Whitney machen. Dazu fährt man in Lone Pine die Whitney Portal Rd..




Von weitem sahen wir einen bemalten Felsen.
Ganz hinten ist die Gebirgskette zu sehen, zu der auch der Mount Whitney gehört.



Ach was – den Felsen hatte man bemalt wie Jabba Desilijic Tiure, den Star Wars Fans auch als Jabba the Hutt bekannt.



Nachdem wir einige Zeit, bei sengender Hitze zwischen den Felsen herum gelaufen waren, beschlossen wir, jetzt sei es die richtige Zeit unsere Milch zu trinken, ehe sie ganz warm würde. Ich weiß nicht mehr wer, aber irgendeiner von uns nahm einen riesigen Schluck, war am Prusten und spuckte alles wieder aus. Was war los? Schon scheiße, wenn man nicht die deutsche Übersetzung der amerikanischen Lebensmittel kennt. Wir hatten hochkonzrierte Kondensmilch mit Nougat Geschmack gekauft. Deutsche Kondensmilch kann man ja noch trinken, aber diese hier war grauenvoll – wie Säure 🙂


Wir fuhren dann weiter, denn es war ja schon ca. 16:00Uhr und wir hatten noch 130km (1,5 Std.) zu fahren.


Achtung: Wenn man in das Death Valley fährt, sollte man einige Verhaltens-Regeln beachten, denn selbst in modernen Zeiten mit GPS, Navigation, usw. kommt es immer noch zu Todesfällen!

1. Genügend Trinkwasser mitführen. Empfohlene Menge sind vier Liter pro Mitfahrer
2. Niemals Straßen oder befestigte Wege verlassen! Kein Offroad!
3. Sonnenschutzcreme mit sehr hohem Lichtschutzfaktor verwenden
4. Schutz vor Hitzschlag durch tragen einer Kopfbedeckung (Hut oder Basecap) und ein weißes T-Shirt
5. Nach Möglichkeit keine Sandalen tragen, geschweige denn Barfuß gehen. Tragen Sie nach Möglichkeit Socken und Wanderschuhe
6. Licht einschalten. Bei der flimmernden Luft werden entgegenkommende Fahrzeuge oft nicht rechtzeitig erkannt. Mit Licht wird man besser gesehen.
7. Verhaltensregel bei einer Panne in menschenleeren Gebieten: Motorhaube und die Kofferraumklappe öffnen. Das signalisiert der Hubschrauberpatrouille und anderen Verkehrsteilnehmern, dass jemand eine Panne hat.
8. Auf keinen Fall das defekte Fahrzeug verlassen !! Alle Personen müssen unbedingt am Fahrzeug bleiben!
9. Klimaanlage ausschalten.



Von Lone Pine kommend fährt man auf einer etwas höher gelegenen Ebene, …



© Maks_Ershov / Adobe Stock. Bild Nummer: 137576605

…erreicht bei 36°22’22.5″N 117°36’37.6″W die Einfahrt zum Death Valley (keine Ranger Station) und fährt kurz nach dem Father Crowley Overlook hinunter in das Tal des Todes “Death Valley”.

Nachfolgend einige Bilder aus dem Death Valley.











Wir erreichten Stove Pipe Wells. Vor vielen Jahren war es die einzige Unterkunft im Death Valley. Heute gibt es zwar noch andere, aber Stovepipe Wells ist Kult.
https://deathvalleyhotels.com/
Email: frontdesk@deathvalleylodgingco.com
Phone: 760-786-2387
GPS Position: 36°36’22.8″N 117°08’47.3″W
unsere Unterkunft



Von Stovepipe Wells aus kann man sehr schön die Sanddünen des Death Valley sehen.



Wie wir so vor unserer Unterkunft standen, näherten sich Testfahrzeuge, die man hier öfters sieht. Temperaturen von ca. 47°C sind ein hervorragendes Testkriterium. Wie bei Erlkönigen üblich, alle Wagen mit Tarnfolie abgeklebt.



Meiner Ansicht nach müßten es Toyotas sein, ich weiß aber nicht ob die auch Testfahrten in den USA machen.



Der Stovepipe Wells General Store



Die Abendsonne beschien die Grapevine Mountains, der Gebirgszug, der das Death Valley auf der gegenüberliegenden Seite begrenzt.






rueckwaerts vorwaerts

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