Australien Reise, 19.08.2010, Townsville - Mackay

Für den heutigen Tag hatte ich die Strecke Townsville – Mackay vorgesehen. Kurz vor Mackay, in Airlie, hatte ich gegen frühen Nachmittag einen Rundflug über die Whitsunday Islands reserviert. dazu sollten wir pünktlich am Flughafen “Whitsunday Airport (Shute Harbour) – Airlie Beach (20°16’32.3″S 148°45’18.9″E) sein.

Townsville – Mackay
Streckenlänge: 386km
Fahrtzeit: 4,5 Std.

Wir haben im Motel ausgecheckt und hatten uns überlegt, zum Abschluß unseres Townsville Besuchs, auf den Castle Hill zu fahren. Mußte doch eine schöne Aussicht auf die Stadt sein. Als wir aber unsere Koffer ins Auto luden, zogen viele Nebelschwaden auf. Auf den Castle Hill sind wir dann trotzdem gefahren. Wie die folgenden Bilder zeigen, schränkte der Nebel die Sicht ganz schön ein, interessant war es aber trotzdem, oder gerade wegen des Nebels.




Vom Castle Hill ging es gleich weiter zum Flughafen Whitsunday Airport, wo wir zwischen 13:00 und 14:00 Uhr ankamen. Rechtzeitig zum Flug. In dem kleinen Büro teilte man uns mit, für drei Personen würden sie nicht fliegen, oder wir müßten die Kosten für die leeren Plätze übernehmen, oder wir müßten am nächsten Tag fliegen, da hätten sie genug Mitflieger. Wir haben uns kurz beraten. Bis zum nächsten Nachmittag warten, ging gar nicht, denn da stand ja schon die nächste Etappe an und die leeren Plätze bezahlen, das war uns viel zu teuer.
Wir haben dann den Flug abgesagt. Die Anzahlung hat man mir dann zurück überwiesen (meine ich mich zu erinnern)
Das hätten wir zu sehen bekommen:

© Coral_Brunner / Adobe Stock. Bild Nummer: #272182981

Was sollten wir stattdessen machen? Aus der Reisegruppe kam der Vorschlag zum Strand zu fahren und ein wenig “Beach Feeling” zu genießen, nach der vielen Fahrerei. Also haben wir uns ins Auto gesetzt, sind etwas auf der State Route 59 gefahren und fanden dann auch relativ schnell einen Parkplatz. Wir meinten, wir seien sehr nahe am Strand. An dem Parkplatz stand auch ein Schild, das uns den Weg zum Starnd zeigte. Heute weiß ich, das es der Mt. Rooper Swamp Bay Hike war. Der Parkplatz war genau hier: 20°17’09.1″S 148°46’16.4″E Neben dem Parkplatz ist eine kleine Einbuchtung des Meeresarms und hier platschte irgendetwas in unregelmäßigen Abständen. Wir schauten länger hin und bekamen zu sehen, wie große Fische richtig hoch aus dem Wasser sprangen um nach Fliegen oder dergleichen zu schnappen. Ich versuchte das zu filmen, aber die Abstände waren zu unregelmäßig und es war jedesmal woanders.

Wir beschlossen, den im Bild eingezeichneten Weg zu nehmen.
Es ging durch sehr urwüchsige Natur. Klasse. Wir waren aber sehr vorsichtig, denn wir hatten ja auf unserer Regenwald Tour gelernt, wie giftig Pflanzen, wie z.B. der Stinger Tree, sein können.

Auf dem höchsten Punkt gab es eine kleine Platform auf die man hoch gehen konnte und vor dort hatte man einen tollen Ausblick.

Unterwegs sind uns viele Tiere begegnet.

Wir erreichten eine kleine Bucht. Es gab zwar keinen Sandstrand, die Bucht war aber trotzdem sehr idyllisch und klasse. Nun schauten wir, ob hier Krokodil-Warnschilder standen, aber wir fanden nichts. Ab einem bestimmten Breitengrad gibt es ja keine Krokodile mehr, aber wir wußten nicht, ob wir diesen schon erreicht hatten. Da es keine Warnschilder gab, gingen meine Partnerin und ihr Sohn gleich ins Wasser. Mir war der Strand zu steinig. Was steinige Strände betrifft, da bin ich mit den Füßen etwas empfindlich.

Ich schaute so auf das Meer hinaus und freute mich für meine Mitreisenden, dass Ihnen die Erfrischung richtig gut tat. Wie ich so auf das Meer schaute, entdeckte ich auf einmal etwas im Wasser, das aussah wie Treibholz. Hmmmm, das war eben noch nicht da. Ich informierte die Badenden. “Ach, das wird Treibholz sein. Hier gibt es keine Krokodil-Warnschilder mehr und wohl auch keine Krokodile.” Ich behielt das “Treibholz” im Auge und stellte fest, dass es wesentlich schneller näher kam, als dass es die Strömung vermocht hätte. Man konnte auch einen kleinen Höcker erkennen. Jetzt wurde es mir dann doch ein wenig mulmig:”Kommt bitte aus dem Wasser”. Da ich sehr aufgeregt war und nachdrücklich sprach, kamen die zwei nun sehr schnell aus dem Wasser und nun sahen auch sie den Höcker. Da Krokodile auch an Land sehr schnell sind, haben wir extrem schnell unsere Sachen gepackt (so schnell wie noch nie) und sind auf kürzestem Weg zum Parkplatz. Wie wir so an unserem Auto standen, sahen wir nun auch das Krokodil-Warnschild: In allen Buchten und am gesamten Strandabschnitt des Conway Conservation Park und Mt. Rooper absolutes Badeverbot auf Grund der extrem hohen Gefahr durch Krokodile. Oha, das war noch einmal gut gegangen.
Das wir das Warnschild auf dem Parkplatz übersehen haben, kann ich mir nur so erklären, dass wir durch die fliegenden Fische abgelenkt waren und so auch nicht mehr dran gedacht haben. Desweiteren stand das Schild seitlich am Parkplatz und die parkenden Fahrzeuge standen praktisch davor. Es wäre wahrscheinlich besser dort angebracht, wo die Wanderwege am Parkplatz münden (beginnen).

Wir fuhren weiter nach Mackay wo ich eine Übernachtung gebucht hatte. War das ein aufregender Tag gewesen.

rueckwaertsvorwaerts
error: Alert: Content is protected !!