Australien Reise, 09.08.2010, Curtin Springs - Ayers Rock - Alice Springs

Trotz der rustikalen Unterbringung hatten wir gut geschlafen. Jetzt mußten wir nur noch erkunden wo es Frühstück gab. Nebenan gab es auch eine Tankstelle und in dem Kassenhäuschen sollte es etwas zu essen geben. Leider habe ich kein Bild davon, aber dieses Trucker-Restaurant war sehenswert. Ein länglicher Raum, der durch eine Theke geteilt wurde. An der Theke standen etliche Barhocker. An der Wand hinter der Theke waren einige Regale angebracht, an der Wand im Rücken der Barhocker viele Karten, Infos und an der Stirnseite , Schilder und Bilder Ich dachte immer, so etwas gibt es nur in amerikanischen Road Movies. Da ich selber keine Bilder gemacht habe, kann man sich das einmal hier anschauen: Curtin Springs Breakfast
Auf dem Tresen hinter der Theke standen zwei riesige Bottiche mit je vielleicht ca. 10 Liter Fassungsvermögen. In dem Einen war Milch, in dem Anderen Kaffee. Nachdem wir auf den Barhockern Platz genommen hatten, bekamen wir jeder einen tiefen Plastikteller Puffreis mit Milch und eine Tasse Kaffee. Ahhhh ja, interessant! So hatten wir uns unser erstes Frühstück natürlich nicht vorgestellt, aber wir hatten nichts dagegen einzuwenden. Wir passen uns gerne an.


Nachdem wir fertig gegessen hatten, packten wir unsere Koffer, beluden unseren Ford Falcon und starteten unsere erste Tagesetappe. Die sollte uns zuerst zum Uluru (Ayers Rock) führen und anschließend nach Alice Springs:



591km / 8Std.20min.


Durch das Innere Australiens führt der Red Centre Way, der uns nun von Curtin Springs zum Uluru führte.



Wer sich für den kompletten Red Centre Way interessiert, kann sich hier informieren:
http://traveloutbackaustralia.com/red-centre-way.html/#Start_Here_Alice_Springs


Nach kurzer Zeit sahen wir in einiger Entfernung die Kata Tjuṯa.
(Wer sich über die merkwürdige Schreibweise wundert, Tjuṯa, Uluṟu, das ist nicht etwa ein Formatierungsfehler von mir, das schreiben die Aboriginie tatsächlich so).
Wie beim Uluru nutzt man heute den Namen der Aborigines für die Berg-Gruppe. Früher nannte man die Berg-Gruppe die “Olgas”. Sie besteht aus 36 Bergen, der höchste Berg dieser Gruppe ist mit 1069 Metern (564m über Boden) der Mount Olga. Der Name geht zurück auf Königin Olga von Württemberg, der Gemahlin des württembergischen König Karl. Der Australier Ernest Giles fühlte sich Königin Olga verpflichtet und gab der Berggruppe am 21. Oktober 1872 den Namen.


Wie der Name des Uluṟu-Kata-Tjuṯa-Nationalpark erkennen läßt, wird der Nationalpark aus den Kata-Tjuṯa (Olgas) und dem Uluṟu (Ayers Rock) gebildet.


Nur 30 Kilometer weiter sahen wir nun endlich das Warzeichen Australiens, den Uluṟu (Ayers Rock)

Der Uluru hat an seiner Basis einen Umfang von ungefähr 9,4 km und ist 863 m hoch (348 m über Boden).



Wir beschlossen den ca. 8,6 km langen Wanderweg rund um den Uluṟu zu machen. Wenn man schon mal da ist, sollte man auch einmal drum herum gewandert sein. Für den ebenerdigen Wanderweg benötigt man ca. 2 Stunden.



Man kann den Uluru auch besteigen. Am Westhang sind als Kletterhilfe Drahtseile angebracht. Doch zum einen ist es nicht ganz ungefährlich, da die Windverhälnisse auf dem Berg unberechenbar sind (schon mehrere Todesopfer), zum anderen ist der Berg den Aboriginies heilig, und deshalb bitten sie darum, den Berg nicht zu besteigen. Dem kamen wir gerne nach.


Am Uluru gibt es etliche Höhlen und man kann, glaube ich, sehen, daß sie durch Wasser geformt wurden.



Dieser Witchetty Bush, eine Akazienart (Acacia kempeana), verströmt einen wahnsinnig süßlichen Duft. Man findet entlang des Wanderweges viele dieser Büsche.



Was man beim “Knipsen” solcher Fotos beachten muß ist, daß ganze Seiten des Uluru den Aboriginies heilig sind und deshalb nicht fotografiert werden dürfen. Schilder am Wanderweg weisen darauf hin und da die Strafen sehr empfindlich sind, sollte man sich unbedingt daran halten.



Überhaupt sind die Strafen für verschiedene Vergehen extrem:


VergehenStrafe in AU$Strafe in Euro (gerundet,
Kurs vom 28.06.2017)
Betreten eines verbotenen
oder eingeschränkten Bereiches
55003693
Mitnahme von Bodenmaterial55003693
Filme, Bilder, Zeichnungen oder
Tonaufnahmen für kommerzielle Zwecke
verwenden
33002216
Missachtung von Sicherheitshinweisen33002216
Wissenschaftliche Forschungen durchführen22001477
An Versammlungen von mehr als
15 Personen teilnehmen oder diese
abhalten
1100739
Außerhalb gekennzeichneter Wege fahren
oder gehen
550369
Aufstellen von Plakaten, Flaggen, Zeichen500336
Unerlaubtes Parken oder Anhalten,
Störung des übrigen Verkehrs
330222


Nach der Wanderung fuhren wir weiter. Man hätte noch zu den Olgas fahren können, durch die eine Straße direkt hindurch führt, doch wir beschlossen, lediglich noch einmal von einem Aussichtspunkt zu schauen.




Info Uluru Kata Tjuta Nationalpark
Kontakt: http://www.environment.gov.au/webform/contact-us-uluru-kata-tjuta-national-park


Webseite: https://parksaustralia.gov.au/uluru/


GPS Position (Parkplatz): 25°21’18.2″S 131°01’59.9″E


Öffnungszeiten: https://parksaustralia.gov.au/uluru/plan/when-to-come.html


Eintrittspreise: Ich kann mich nicht erinnern, daß wir 2010 etwas bezahlen mußten, doch seit dem 01.04.2016 gelten folgende Preise:
Familien Pass (2 Erwachsene + 2 Kinder): $65
Erwachsene (16+): $25
Kinder (5-15): $12,50
Kinder unter 4 Jahren haben freien Eintritt


Nun ging es weiter nach Alice Springs.
Überall am Straßenrand findet man diese tollen farblichen Kontraste.

Als wir in Alice Springs ankamen wehte ein eisiges Lüftchen. Ich hatte zwar gelesen, daß auch im australischen Winter die Temperaturen selten unter 25° sinken, doch das entsprach fast schon dem Spätherbst in unseren Breitengraden.
Unser Hotel in Alice Springs hatte zwar auch ein Restaurant und bot Abendbrot an, doch als wir ankamen hatte die Küche mehr oder weniger schon so gut wie zu. Der Chef bot aber an, er könne 4x Fish & Chips machen. Das ginge gerade noch, wäre sehr gut und reichlich. Das nahmen wir an und haben es nicht bereut.

rueckwaerts vorwaerts
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