Mid-West USA Reise, 20.08.2012, Moab - Salina

Nun war unser Aufenthalt in Moab schon wieder zu Ende, obwohl es hier noch einiges mehr zu sehen gegeben hätte. Aber so ist das, wenn man eine komplette Tour ausgearbeitet und die Motel/Hotel Zimmer schon gebucht hat. Normalerweise ist ist das Buchen von Motel Zimmern schon Monate vorher in aus Deutschland nicht nötig, doch ich mag kein Risiko eingehen. Ich habe zwar bei Übernachtungsproblemen gegen eine Übernachtung im Auto nichts einzuwenden, doch nicht jeder Mitreisende ist für so etwas zu gewinnen – schon gar nicht bei vier Personen.


So ging es heute weiter nach Salina in Utha, 200 km vor Salt Lake City. Bis SLC durchzufahren, das wäre wahrscheinlich zu spät geworden und wir wollten ja unterwegs auch noch den Capitol Reef NP besuchen.


Folgende Strecke hatte ich für heute ausgearbeitet:


Strecke: 545 km, reine Fahrtzeit: 6,5 h



Höhenprofil:

Höhenprofil: Moab – Goblin Valley SP – Capitol Reef NP – Salina



Ursprünglich wollte ich bis zum Capitol Reef NP durchfahren, doch da unser Frühstück am Pool in Moab recht zügig von statten ging und wir gut vorwärts kamen, beschloss ich, unterwegs den Goblin Valley State Park mitzunehmen.


Diesen Park hatte ich in keinem Reiseführer gefunden und so war er eigentlich in der Tour nicht vorgesehen, doch zufällig fand ich einmal, beim Studieren einer Landkarte, einen kleinen grünen Flecken auf der Landkarte. Daneben stand „Goblin valley State Park“. Keiner von uns wußte so richtig was sich dahinter verbarg und so ließen wir uns überraschen. Was soll ich sagen? Wir haben es auf keinen Fall bereut.



Da es sich um einen Staatspark handelt mußten wir erst einmal wieder bezahlen. Das Häuschen war nicht besetzt und man vertraut in solch einem Fall der Ehrlichkeit der Besucher, legt Briefumschläge aus in die man die Gebühr steckt, um diesen dann in einen Briefkasten zu werfen.


Kurz nach der Einfahrt in den Park stiegen wir aus dem Wagen um erste Steingebilde zu fotografieren, doch die Fauna war klasse hier und es ließen sich viele Tiere beobachten.



Doch nachdem wir einige Meter weiterfuhren bot sich uns folgendes tolle Bild.


Erosion durch Wind und Wasser hat dazu geführt , daß die Sandsteingebilde in diesem Tal wie Pilze oder Kobolde aussehen. So hatte der Entdecker (1920) Arthur Chaffin das Tal auch erst Mushroom Valley genannt.



In diesem State Park wurden einige Szenen der Science Fiction Parodie “Galaxie Quest – Planlos durchs Weltall” gedreht und die Gruppe Killers drehte hier ihr Video zu dem Stück „Human“.
Das tolle: Es war nichts abgesperrt. Man konnte sich zwischen den steinernen Riesenpilzen frei bewegen!



Der Park wurde am 24.08.964 gegründet und hat eine Fläche von 12,2 km2.


Info
Adresse:
Main Utah State Parks Office
1594 W. North Temple, Suite 116 Salt Lake City, UT


Webseite: https://stateparks.utah.gov/parks/goblin-valley/


GPS Position (an der Parkeinfahrt): 38°34’41.0″N 110°42’26.6″W


Öffnungszeiten: Der Park ist das ganze Jahr von 07:00 Uhr bis 22:00 Uhr geöffnet.


Eintrittspreise:
Tagesgebühr: $13
Senioren (62+): $10


Park Brochure mit Karte: Goblin-Valley-Brochure


Auf der Weiterfahrt zum Capitol Reef National Park begegneten wir immer wieder farbenprächtigen Bergen.



Zu beiden Seiten der Fahrbahn türmten sich nach einiger Zeit immer mehr Felsen auf……



……und wir erreichten den Capitol Reef National Park.



Kurz nach der Parkeinfahrt erreicht man das Dorf Fruita.


Nach einigen Indianern, die sich hier sporadisch immer mal wieder niedergelassen hatten, folgten 1880 Angehörige der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage – Mormonen.
Diese pflanzten damals viele Obstplantagen und auch wenn die Siedlung 1966 aufgegeben wurde, so werden die Obstplantagen aber bis heute gepflegt.


Hier in Fruita kann man Wandmalereien der Indianern besichtigen, die schon fast an Astronauten erinnern.



Bewegt man sich auf dem Scenic Drive durch den Capitol Reef National Park begegnet man immer wieder vielen Felsformationen.



Hier versteckte sich der Bankräuber Butch Cassidy vor seinen Verfolgern in einer Höhle



Man muß, bei wenig Zeit, um den National Park wieder zu verlassen, die selbe Strecke wieder zurück fahren. Es gibt zwar noch eine andere Strecke aus dem Park heraus, die aber einen ganzen Urlaubstag gekostet hätte.




Beim Capitol Reef handelt es sich um eine Bodenverwerfung die entstand, als sich das Colorado Plateau anhob. Die Falte die hierbei entstand, heute auch Waterpocket Fold genannnt, ist 150 km lang. Wenn man nun zurück fährt bietet sich dieses beeindruckende Bild der beiden Erdplatten, die sich hier über- und untereinander schieben.


Nach Abfahren von ca. 15 km des Scenic Drive ging es erst einmal wieder zurück und dann schnellstens zur nächsten Tankstelle, denn wir fuhren mehr oder weniger schon auf dem Trockenen und die Tankstelle, die sich laut unserem Navi in Fruita befand, existierte nicht, oder nicht mehr, oder wir waren einfach zu blind.


Info
Adresse:
Capitol Reef National Park
HC 70, Box 15
Torrey, UT 84775
Phone: 435-425-3791


Webseite: https://www.nps.gov/care/index.htm


GPS Position (am Besucher Zentrum): 38°17’28.7″N 111°15’42.0″W


Karte: Capitol Reef National Park Karte 97


Öffnungszeiten: https://www.nps.gov/care/planyourvisit/hours.htm


Eintrittspreise: https://www.nps.gov/care/planyourvisit/fees.htm
Die nächste Tankstelle, so sagte unser Navi, war in Torrey und bis dahin waren noch 17 km zu fahren.
Hoffentlich ging das gut ! Ja, es ging gut!
Wir holten uns im angeschlossenen Supermarkt noch einen Kaffee und fuhren auf ereignisloser Strecke bis Salina in Utah, wo wir zwei Zimmer im Super 8 gebucht hatten.
Nach der vielen Fahrerei nahmen wir dort erst einmal ein Bad im Pool und entspannten uns.



Abends fiel uns die Entscheidung schwer, wo zu Abend essen. Einen unattraktiveren Ort als Salina gibt es wohl nur wenige in den USA. Man sollte diesen Ort „Übernachtungsstation für Trucker“ nennen, denn mehr ist das fast nicht. Auf dem Bild sieht man diesen riesigen Parkplatz vor dem Motel, der zu zwei Tankstellen gehört und im Laufe der Nacht füllt sich dieser riesige Parplatz mit den riesigen US Trucks.
In der Innenstadt, wenn man das so bezeichnen kann, kam ein Pärchen aus einem Restaurant (wenn man das so nennen kann) und auf Nachfrage teilten sie uns mit, das das Restaurant legendär sei für seine guten Krapfen. Hmmmm, das klang doch nicht schlecht. Dann machen wir es so. Die Inneneinrichtung war ungefähr so wie eine italienische Eisdiele vor 20 Jahren in Deutschland. Metallrohrstühle und der gesamte Raum sehr nüchtern und kühl und was wir zu essen bekamen war ebenfalls sehr gewöhnungsbedürftig. Wenn man Fish und Chips bestellt, oder Burger mit Chips, würde man normalerweise überall im englischsprachigen Raum so etwas wie Fisch oder Burger mit Pommes, zumindest aber Country Potatoes erwarten, doch hier hatten wir eine Tüte Kartoffelchips auf dem Teller. Na ja, Hauptsache wir waren erst einmal satt, aber lecker ist etwas anderes. An der Wand hingen Bilder von Jagd-Veranstaltungen und Geweihe und der Typ der dann auch noch herein kam, er schien der Besitzer zu sein, sah aus wie einer auf dem Bild, der sich mit einem toten Tier präsentierte. Brrrrrrr, nichts wie raus hier.


So waren wir echt froh daß es am nächsten Morgen weiter gehen sollte nach Salt Lake City.

rueckwaerts vorwaerts
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