USA Westen Rundreise, 30.08.2009, Kayenta - Monument Valley - Page

Die heutige Etappe sollte uns von Kayenta nach Page führen. Doch zuvor sind wir zum Monument Valley gefahren. Dazu fährt man in Kayenta auf die US-163, biegt kurz hinter der Utah-Staatsgrenze bei 37°00’15.3″N 110°10’24.5″W rechts ab auf die Monument Valley Road und erreicht nach knapp 6 km das Monument Valley Visitor Center.


© alco81 / Adobe Stock. Bild Nummer: 92089041

Wenn man die Stichstraße zum Visitor Center fährt, sieht man schon die ersten Felsen, die das Monument Valley so berühmt gemacht haben. Bis hierhin ist es jedoch kein Valley, alles Flachland.


Für das Monument Valley muß man bezahlen, denn es ist weder ein Nationalpark noch ein Staatspark, sondern steht unter Verwaltung der Navajo und nennt sich Navajo Tribal Park. Alle Erlöse gehen an die Navajo Indianer.

Info Monument Valley
Öffnungszeiten des ‘Scenic Drive’:
Hochsaison (vom 1. Mai – 30. September): 6:00 Uhr – 20:30Uhr
Nebensaison (vom 1. Oktober – 30. April): 8:00 Uhr – 16:30 Uhr
Eintritt:
Der “America the Beautiful Pass gilt nicht!
Allgemeiner Eintrittspreis ohne PKW: $10.00 pro Person (Kinder bis einschl. 9 Jahre sind frei)
Gebühr pro Fahrzeug mit bis zu 4 Personen: $20.00
Homepage: https://utah.com/monument-valley/visitor-center
GPS-Position: 36°58’56.3″N 110°06’43.8″W
Adresse:
Mailing Address:
P.O. Box 360289
Monument Valley, Utah 84536


Doch wenn man dann durch das Vistor Center geht und dahinter auf die Terasse, steht man mehr oder weniger auf der Abriß-Kante eines Plateaus und dahinter geht es in ein weites Tal – wie es der Name schon sagt Monument Valley.



Es ist ein atemberaubender Anblick der sich einem auf dieser Aussichtsterrasse bietet. Wahnsinn!







Was immer wieder ein besonderes Erlebnis ist – eine Offroad Fahrt durch das Monument Valley, die erlaubt ist. So ganz Offroad ist es nicht, da es ein vorgefertigter Pfad ist, aber der ist so unwegsam und holprig, daß ich den Rundkurs mit einem normalen PKW, glaube ich, nicht machen würde. Mit unserem SUV ging es aber ganz gut, auch wenn wir ganz schön durchgeschüttelt wurden, und wir ganz schön zugestaubt wurden.


Die Felsformation nennt sich “The three sisters”





Das Schicksal des Fotografen ist ja, nie auf einem Bild mit drauf zu sein und Selfies mit Teleskop-Stange, davon halte ich nichts. Hier mal ein Bild auf dem ich so gerade eben noch mit drauf bin.













Nachdem wir von der Offroad fahrt zurück waren, wollten wir uns es auf der Terrasse des Visitor Center noch gemütlich machen und die Aussicht genießen. Es standen dort auch einige Stühle, aber Bewirtung an solch touristischen Zielen sucht man in den USA komischerweise oft vergebens. Da haben die Amerikaner keinen Sinn für. Bei uns würde es gleich ein kleines Ausflugslokal geben, wo man vom Kaffee bis zum Bier alles bekommt. Aber Kaffee können die Amerikaner nicht, auch wenn es sich in den letzten Jahren etwas geändert hat, und Kuchen wie wir ihn kennen, würden sie unter diesen Umständen auch nicht anbieten.
Bis vor wenigen Jahren war hier oben nur dieses kleine Visitor Center, besser müßte man Souvenir-Laden schreiben, doch vor einigen Jahren hat man auch ein Hotel gebaut. Das paßt design-technisch sogar gut in die Landschaft. Wenn ich das gewußt hätte, hätte ich nicht in Kayenta gebucht.
Ob das Hotel gut ist kann ich nicht sagen, aber die Aussicht zum Tal hin ist grandios. Von daher sollte man das unbedingt buchen:
The View Hotel (***)
Indian Rte 42, Oljato-Monument Valley, AZ 84536, USA
Tel.: +1 435-727-5555
Homepage: http://monumentvalleyview.com/


Jedenfalls vermißten wir unseren Kaffee und meine Partnerin kam auf die Idee doch einfach mal im Souvenir-Laden zu fragen. Die Verkäuferin schaute uns an, als wären wir der Onkel vom Mars stutze kurz und meinte dann, Kaffee sei im Prinzip kein Problem. Sie lief nach hinten in ihren Aufenthaltsraum und machte uns einen Kaffe mit ihrer privaten Kaffeemaschine. Wenig später überreichte sie uns Freude strahlend zwei XL Becher Kaffee für die wir, meine ich mich zu erinnern, je 1 Dollar bezahlt haben. Es war jedenfalls extrem günstig und wir haben uns gefragt, ob wir uns wohl verhört haben. Das ist u.a. der Unterschied zu Deutschland: In München hätte ich zu hören bekommen “Gibt’s net, geht net, hamma net”, doch in den USA wird kurzerhand improvisiert – und das hier im Monument Valley mit dem Kaffee ist keine Einzelfall! Nach langer Zeit des “meditierens” auf der Terrasse sind wir dann aufgebrochen.
Ein letzter Blick ins Valley.




Nun hieß es von diesem atemberaubenden Anblick Abschied zu nehmen. Unser nächstes Ziel, wo wir auch übernachten wollten, hieß Page, am Lake Powell – 200 km entfernt, 2 Stunden Fahrt.
Doch bevor wir die Stadt Page erreichen, sind wir noch zum Colorado Horseshoe Bend abgebogen.


Die nächsten drei Bilder sind vom sogenannten Horseshoe Bend. Das heißt, der Colorado macht hier eine riesige, Hufeisen-förmige Kurve.
Ich habe damals in den Reiseführern nicht viel dazu gefunden – aber man sollte es gesehen haben. Man steht direkt, ohne eine Sicherung, am Felsabhang und schaut 300 Meter in die Tiefe, wo der Colorado gemächlich dahin fließt. Leider ist der Horseshoe Bend derart gross, dass man ihn ohne ein vernünftiges Weitwinkel nicht auf das Bild bekommt.







Da ich kein Weitwinkel Objektiv mit hatte, hier noch ein gekauftes Bild, wo man den Colorado in seiner ganzen Schönheit sieht.

© vichie81 / Adobe Stock. Bild Nummer: 206773370

Info Horseshoe Bend
Öffnungszeiten:Kann immer betreten werden, freie Natur
Eintritt: frei
Homepage: https://horseshoebend.com/
GPS-Position (Parkplatz): 36°52’35.9″N 111°30’10.0″W
Wenig später erreichten wir dann Page und bezogen unser Zimmer im Best Western. Das schien mir vom Preis-Leistungsverhältnis sehr gut zu sein.
Best Western Plus at Lake Powell
208 N Lake Powell Boulevard
Seite, Arizona 86040
Homepage: Best Western Plus at lake Powell
GPS: 36°55’12.8″N 111°27’45.4″W
Der Lake Powell
ist der zweitgrößte Stausee der USA, nach dem Lake Mead und staut ebenfalls den Colorado auf. Wenn der Stausee randvoll ist, hat er eine Länge von 300 km und ist 171 m tief. Er bedeckt dann eine Fläche von 653 km² und hat ein Volumen von 33,3 Mrd m³ Wasser. In diesem Fall überflutet der Lake Powell 96 Canyons und hat eine Uferlänge (3.153 km), länger als die Westküste der USA.
Major John Wesley Powell, dessen Namen der Stausee trägt, war ein Bürgerkriegsveteran. Im August 1869 erforschte er mit acht weiteren Männern den Glen Canyon.



Glen Canyon Damm
Mit dem Bau des Dammes wurde am 15. Oktober 1956 begonnen. Der Glen Canyon Damm hat eine Höhe von 178 Metern, die Mauerkrone ist 475 m lang und hat eine Breite von 7,6 m. Die Staumauer hat ein Betonvolumen von 3750000 m³.



Zusammenfassung Lake Powell / Glen Canyon Dam
Lake Powell
Wasseroberfläche: ca. 653 km²
Speicherraum: ca. 33304 Mio. m³
Stauseelänge: 299 km
Stauseebreite: 40 km
Maximale Tiefe: 170 m

Glen Canyon Dam
Bauzeit: 1956–1964 bzw. 1966
Höhe über Talsohle: 178 m
Betonvolumen: 3750000 m³
Kronenlänge: 475 m
Kronenbreite: 7,6 m

Stromgewinnung durch den Glen Canyon Dam
Druckrohre: Acht Stk. mit einem Durchmesser von je etwas über 4 m
Wasserdruck: 940 m³ Wasser pro Sekunde
Turbinen: acht Francis-Turbinen mit je 155550 PS Leistung
Generatoren: elektrischen Gesamtnennleistung von 1320 MW
sichert die Stromversorgung der Staaten Wyoming, Colorado, Utah, New Mexico und Arizona



Die Glen Canyon Dam Bridge
Hier überquert der Highway 89 nach Kanab (nächste Etappe unserer Reise) den Colorado.



Langsam wurde es dunkel.
Nachfolgend noch einige Impressionen vom Lake Powell/Glen Canyon Dam









rueckwaerts vorwaerts

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