Süd-Florida Reise, 28.05.2015, Reiten auf der Lady Hawk Farm

Während wir so auf unserer Veranda am Frühstückstisch saßen fielen uns draußen die vielen Vögel auf, die immer wieder zu den aufgehängten Vogelhäuschen kamen und ich beschloß, gleich nach dem Frühstück mein größtes Teleobjektiv heraus zu holen um ein paar Nahaufnahmen zu machen.


15_05_28_01 Ein Blauhäher (Cyanocitta cristata)



15_05_28_02Wieder ein Rotkardinal (Cardinalis cardinalis),
den ich schon einige Tage zuvor in den Everglades fotografiert hatte



15_05_28_03Florida-Buschhäher (Aphelocoma coerulescens),
Der Florida Bushhäher kommt nur in Florida vor und ist stark vom Aussterben bedroht, da 90% seines Lebensraumes weggefallen sind.



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15_05_28_05So von der Seite ist das schwer zu sagen, müßte aber ein Buntspecht (Dendrocopos major) sein



15_05_28_06…und noch ein Rotkardinal



15_05_28_07So gegen 09:00 Uhr (meine ich mich zu erinnern) kam Sue und machte die Pferde für den Ausritt fertig. So kurz vor 10:00 Uhr stießen wir dazu.
Wir wurden eingewiesen wie wir die Zügel zu halten haben, Unterschied zwischen Englisch und Western Style, wie man dem Pferd mitteilt, daß es schneller und langsamer laufen soll und wie man es stoppt.
Wenn man das erste mal reitet, kann man sich da schon noch vertun, doch die Pferde waren so gutmütig…man hatte manchmal das Gefühl, als ginge es ihnen einfach nur darum ihre Sue im Blickfeld zu behalten.
Ich hatte von Deutschland aus nur 2 Stunden reiten gebucht. Das bereuten wir ein wenig, denn wir wären gerne noch länger geritten.


15_05_28_08Wieder zurück, wurde jedes Pferd von Sue ausgiebig gepflegt.
Währenddessen erzählte sie uns, daß die meisten ihrer Pferde aus schlechten Verhältnissen stammen und extremen Quälereien ausgesetzt waren. Sue erzählte uns daß die Pferde ausgemergelt und mit Verletzungen auf Pferdeauktionen zu einem günstigen Preis angeboten wurden, und es ihr ein Anliegen war, die Pferde aus diesen Verhältnissen zu retten.
Vor diesem Hintergrund paßt es auch, daß sich bei den Google Rezensionen jemand über die Farm beschwert, er sei am Telefon ruppig behandelt worden, als er nach einem Pferd fragte, das ihn (über 145 kg) tragen könne. Sue und ihrem Mann geht es in erster Linie um das Wohl der Pferde und wenn man sieht wie artgerecht diese gehalten werden und wie die Pferde auf Sue zurennen, wenn diese abends kommt – das ist einfach bemerkenswert. DAS IST WAHRE TIERLIEBE !


Wir waren derart begeistert, wir wären gerne länger geblieben – und wir hätten die Pferde am Liebsten mitgenommen, so hatten wir uns in sie verliebt.

rueckwaerts vorwaerts
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