USA Osten, 25.05.2019, Flug München (MUC) - New York City (JFK)

So, heute Morgen,den 09.06.19 sind wir wieder in München gelandet und ich will dann mal auf’s Neue von meinen Urlaubserlebnissen berichten. Wer meinen Bericht des Namibia-Urlaubs 2017 kennt weiß, dass der Reisebeginn bei uns nicht immer ganz einfach ist, beziehungsweise auch mit Pech verbunden ist. Auch dieses Mal lief nicht alles glatt. Aber der Reihe nach.
Am Samstag den 25.05. sollte unser Flieger starten und da man 23 Std. vorher online einchecken und Sitzplätze umbuchen kann, fiel diese Zeit auf den Freitag. Ich saß in der Fa., und habe mich in der Mittagspause beim Online-Checkin der Lufthansa angemeldet um einzuchecken und die Sitzplätze zu ändern. Da wir beide mit je über 180 cm nicht gerade klein sind, versuchen wir immer Plätze mit Beinfreiheit zu bekommmen. Für den kompletten Checkin fehlten mir in der Fa. aber die Reisepaß-Nummern, aber die Plätze hatte ich ja schon geändert. Um sicher zu gehen, daß zumindest die Platzänderung wirksam ist, habe ich mich aus- und wieder eingeloggt. Super, immer noch die gleichen Plätze.
Abends wollte ich meiner Partnerin die reservierten Plätze zeigen und mußte feststellen, daß die Plätze geändert wurden. Keine Plätze mehr mit Beinfreiheit, aber zumindet saßen wir in dem 2-5-2 Sitzsystem nicht in der Mitte und wir saßen zusammen. Alles gut!
Samstag Morgen, Tag des Abflugs. Damit wir nicht wieder bei der Anfahrt des Flughafens Probleme mit Staus bekommen, sind wir im Allgäu sehr früh losgefahren, bzw. wurden chauffiert und waren 3 Std. vor Abflug am Terminal. Es erwartete uns eine mindestens 20 Meter lange Warteschlange. Wahnsinn! Als wir an der Reihe waren, teilte man uns mit, wir wären die Letzten die einchecken würden und Plätze könnte er keine mehr auswählen, wir müßten nehmen was da wäre, denn Plätze wären uns keine zugewiesen – und das 3 Std. vor Abflug. Wir saßen laut Plan sehr weit auseinander und würden uns noch nicht einmal sehen können, da die Bordküche und die Toiletten dazwischen waren. Sie können sich sicher vorstellen, wie entsetzt wir waren. Ich habe dann noch locker gesagt, vielleicht läßt sich ja noch etwas an Bord machen. “Ja, manchmal geht das.”
An Bord haben wir gleich die Stewardess angesprochen, die meinte, sie tut was sie kann und hat sich alles notiert.
Dann starteten wir aber erst einmal.

Über München



Nachdem wir pünktlich gestartet waren und die planmäßige Flughöhe erreicht hatten, kam sie auf mich zu und teilte mir mit, dass niemand zum Tausch bereit sei und dass sie leider nichts machen könne. Dann kam auch noch der Kabinen Chef und ließ sich erklären wie ich die Sitzplatzreservierung vorgenommen habe. Ich frage mich noch heute, wieso ich nicht die Plätze bekommen habe, die mir ganz zu Anfang, bei der Buchung, mal zugewiesen waren? Selbst wenn die Reservierungs nicht geklappt hat, da ich das online-checkin in der Fa. sitzend nicht abschließen konnte, aber die beiden Plätze die mir bei der Buchung zugewiesen wurden, hätte ich doch aber mit Sicherheit haben müssen.
Meine Partnerin war jedenfalls totunglücklich. Sie saß auf dem zweiten Platz der Fünferreihe, eingefercht zwischen Fluggästen irgendeines Vereins, und ihre Laune wurde immer schlimmer. Dazu kommt, das wir beide nicht die größten Freunde der Fliegerei sind und leichte Flugangst haben. Ich zitiere aus Spaß immer Wr. Wint und Mr. Kidd aus dem James James Bond Film Diamantenfieber:”Wenn Gott gewollt hätte, dass der Mensch fliegt,…. hätte er ihm Flügel gegeben.” Ganz wohl ist uns nie beim Fliegen.
Jedenfalls fiel der Stewardess wohl auf, das meiner Partnerin zum Heulen war und ich bekam nicht mit, dass hinter den Kulissen wohl sehr engagiert verhandelt wurde und plötzlich stand mein Sitznachbar auf und tauschte seinen Platz mit meiner Partnerin. Die Stewardess meinte nur:“Die Lufthansa läßt ihre Gäste nicht im Stich. Wir kümmern uns, wenn jemand unglücklich ist! Wir wollen doch nicht, dass ein Urlaub so mies beginnt”
Abschließend meinte das Lufthansa Kabinenpersonal, es läge sicherlich an dem nicht abgeschlossenen Online-Checkin. Die Plätze würden eine gewisse Zeit reserviert und wenn dann der Checkin nicht abgeschlossen wird, verfällt dann auch die Sitzplatz-Reservierung – ähnlich wie bei Sitzplatzreservierungen beim Kino. Ich hätte aber erwartet, das ich die Plätze habe, die ich vorher schon hatte, oder ein kleiner Hinweis, das die Sitzplatzreservierung vefällt, wenn der Online Checkin abgebrochen wird, fände ich auch gut. Nichts desto trotz, der Fehler lag bei mir.
Dann saßen wir zusammen und waren glücklich. Doch was dann kam, war uns peinlich. Wir wurden bedient wie in der Business Klasse. Welches Getränk wir gerne hätten, ob wir Champagner mögen, wir bekamen jeder eine kleine sehr erlesene Käseplatte und kleine, feine Pralinen als Aufmerksamkeit.



Wann immer sich ein Mitglied des Kabinenpersonal des Flugges LH410 vom 25.05.19 sich auf meine kleine Internetseite verirren sollte, vielen Dank noch einmal für den Einsatz und das tolle Engagement. Ich weiß schon weshalb ich fast ausschließlich Lufthansa wähle!
Ich wollte mich dann auch noch bei meinem Sitznachbarn bedanken, doch er schlief und später, als alle Mitflieger das Flugzeug verließen, oder anschl. am Gepäckband, habe ich ihn gar nicht mehr gesehen. Auch an ihn, meinen herzlichsten Dank, dass er bereit war den Platz zu tauschen.


Informationen zu unserem Flug:



Alle Bilder: Courtesy of FlightAware



Informtionen zum Flugzeug:

Über England



Nach einigen Stunden über dem großen Teich, erstmals wieder Land in Sicht. Irgendwo über Nova Scotia (Kanada).





Im Bild oben und rechts befinden wir uns über der “Great South Bay” ungefähr bei “Gilgo-Oak Beach-Captree”



So langsam wurde das Häusermeer immer größer. Wir näherten uns Ney York City.



Wir kamen gegen 15:00 Uhr am John F. Kennedy Airport an. Der Airport ist der secht-größte Flughafen der USA. Da sich Ankunft und Abflug auf unterschiedlichen Ebenen befinden, findet man sich eigentlich sehr gut zurecht. Die Einreise hat sich gegenüber unserem letzten USA Urlaub erheblich vereinfacht, ich weiß aber nicht, ob das für alle Bundesstaaten und alle Airlines zutrifft. Man muß an Bord des Flugzeuges nicht mehr die grüne Zollerklärung ausfüllen und die weißen Karten, die früher in den Paß getackert wurden um die Ausreise zu kontrollieren sind auch entfallen. Einige Fragen werden jetzt beim Checkin erfragt (wie z.B. Unterkunft in den USA) und elektronisch an die US Behörden übermittelt (vermute ich mal). Die Homeland Security war wie immer streng, aber äußerst korrekt und so dauerte es gar nicht lange und wir standen vor dem Flughafen auf der Straße.

Info JFK Airport
Namensgeber: John Fitzgerald Kennedy (* 29. Mai 1917, † 22. November 1963), 35. Präsident der USA (von 1961 bis 1963)
Namen bis zum 24. Dezember 1963: Idlewild Airport und später New York International Airport
IATA-Code: JFK
GPS Position: 40°38’28.8″N 73°46’47.1″W


Homepage: https://www.jfkairport.com/
Rang weltweit (nach Pasagieraufkommen): 22
Baubeginn: April 1942
Eröffnung: 31. Juli 1948
Betreiber: Port Authority of New York and New Jersey
Fläche: 1995 ha
Terminals: 6
Passagiere (2017): 59.392.500
Luftfracht (2017): 1.278.707 t
Flugbewegungen (2017): 447.848
Beschäftigte (2017): 40.281
Start- und Landebahnen
04R/22L 2560 m × 61 m Asphalt
04L/22R 3682 m × 61 m Beton
13R/31L 4423 m × 61 m Beton
13L/31R 3048 m × 46 m Asphalt
Treibstofflager:144.000 Kubikmeter in 62 Tanks
Nun hat man mehrere Möglichkeiten in die Stadt zu kommen, die ca. 25 km entfernt liegt. Mit dem Taxi (Yellow cab), mit der PATH (U-Bahn) oder einem Shuttlebus. Mit dem Taxi ist es zwar teuer (z.Zt. 65 USD), aber man sieht schon mal etwas von der beeindruckenden Stadt und wenn man, so wie wir, ein Hotel in Manhattan gebucht hat, fährt man sogar über die Brooklyn Bridge. Ich würde also Taxi empfehlen, wenn auch teuer.
Vor dem Terminal steht immer eine lange Schlange Taxis, man muß also nicht warten. Um keine sprachlichen Fehler zu begehen, habe ich dem Taxifahrer die Hotelbuchung mit Adresse gezeigt und schon brauste er los – aber nicht lange. Wir standen im Stau. Im Taxi liefen mehrere Navis mit und der Taxifahrer wich immer wieder auf andere Straßen aus. Da der Fahrtpreis ein Flat- oder Fixpreis ist, geht stundenlanges Stehen im Stau zu Lasten der Taxigesellschaft.
So gegen 16:30 Uhr erreichten wir unser Hotel und konnten auch gleich unser Zimmer im 13. Stock beziehen. Ich hatte mich für ein Hotel im Süden von Manhatten entschieden, da sehr zentral und nicht weit vom Ground Zero, der Wall Street, dem Fähranleger zur Freiheitsstatue, der City Hall und der Brooklyn Bridge. Die meisten Sehenswürdigkeiten befinden sich im Süden von Manhattan, dafür sind der der Time Square und der Broadway etwas weiter entfernt und nur mit U-Bahn zu erreichen.


Hier waren wir untergebracht:
Courtyard by Marriott New York Downtown Manhattan/World Trade Center Area
133 Greenwich Street
Wall Street – Financial District New York



Das Courtyard by Marriott ist das Gebäude in der Mitte mit den gräulich-grünen Fenstern.
Auf dem Zimmer machten wir uns erst einmal einen Kaffee und beschlossen dann, einen ersten kleinen Rundgang durch Manhattan zu machen.

Der Ground Zero war eigentlich schräg gegenüber und so haben wir uns schon einmal die beiden “9/11 Gedenkstätten” angeschaut.
Das hat man wirklich super gemacht (später genauere Beschreibung).

Wir sind dann weiter Richtung Brookfield Place (Mall), gleich gegenüber auf der anderen Straßenseite der West Street, und haben uns dort in der Mall ein wenig umgesehen.


Bild unten: “The Winter Garden” in der Brookfield Place Mall.

Es ist immer wieder faszinierend, was die Amerikaner so bauen. Irgendwie wirkt das alles sehr imposant und edel.

Da wir noch nichts gegessen hatten beschlossen wir, uns eine Pizza zu holen. Es war zwar so etwas wie ein Schnellimbiß, wo man eine Pizza To Go bekommt, wir haben aber gestaunt wie gut die Pizza belegt war.

Anschließend sind wir nach draußen und haben uns am North Cove Harbor ( 40°42’46.4″N 74°00’59.4″W ) ein wenig ans Wasser gesetzt und die Atmosphäre genossen.

An der “Battery Park Esplanade” kann man sehr schön am Wasser entlang schlendern und wir haben uns gewundert, wie viele gut gepflegt Grünflächen und Sitzgelegenheiten es in dieser Großstadt gibt. New York City war uns jetzt schon sympathisch. Eine tolle Stadt!

Wir sind bis zum “City Pier A” mit dem “Pier A Harbor House” geschlendert.
( 40°42’15.8″N 74°01’04.5″W )

Das “American Merchant Mariners’ Memorial”
( 40°42’14.4″N 74°01’04.0″W )
Das Denkmal wurde von Marisol Escobar 1991 geschaffen, und ist den amerikanischen Handelsmarinesoldaten gewidmet. Es stellt drei, bzw. 4 Handelsseeleute auf einem sinkenden Schiff dar.
Der Grund für das Denkmal ist, den vielen Handelsmarine-Soldaten zu gedenken die ihr Leben ließen, denn 1 von 26 Seeleuten kam nicht zurück. Insgesamt wurden ca. 8300 Seeleute auf See getötet, 12000 verletzt und einunddreißig amerikanische Handelsschiffe verschwanden spurlos. Damit erlitt der „United States Merchant Mariner“ mehr Verluste als jeder andere amerikanische Dienst.

Die Skulptur trägt die Inschrift: „This memorial serves as a marker for America’s merchant mariners resting in the unmarked ocean depths.“ Auf Deutsch:”Dieses Denkmal dient als Marker für Amerikas Handelsschiffe, die in den unmarkierten Tiefen des Ozeans ruhen.”
Darstellung: Ich habe den Seeman erst nicht gesehen, aber der vierte Seeman ist im Wasser und wird bei jeder Flut der Upper New York Bay bedeckt. Seine Gefährten, die ihm die Hand zur Hilfe reichen, bekommen ihn nicht zu fassen und somit ertrinkt der Ärmste zweimal am Tag.
Spruch auf der Gedenktafel: left to the perils of the sea, the survivors later perished.
Das Denkmal stellt eine Szene dar, die es wirklich so gegeben hat. Die Muskogee sollte Erdöl von Venezuela nach Halifax bringen. Auf dem Weg dorthin wurde sie am 22. März. 1942 von dem deutschen U-Boot 123 torpediert. Die Überlebenden hielten sich an Rettungsflößen im brennenden Meer fest, das U-Boot tauchte auf und der Kapitän Reinhard Hardegen, einer der erfolgreichsten und bekanntesten deutschen U-Boot-Kommandanten, machte von dieser Szenerie ein Foto

abendlicher Blick auf Jersey City
aufgenommen von Position 40°42’38.5″N 74°01’05.5″W

Auf dem Rückweg zum Hotel haben wir an einem Andenkenstand diese skurrille Figuren gesehen.

Ein letzter Blick an diesem Tag auf das neue One World Trade Center ( 40°42’46.8″N 74°00’47.5″W )(später mehr)



Dadurch dass die Ostküste der USA 6 Stunden hinter der Zeitzone Deutschland zurückliegt, war es für uns ein um 6 Stunden verlängerter Tag. Da wir KO waren gingen wir gegen 22:00 Uhr zu Bett.

rueckwaerts vorwaerts

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