Zusammenfassung Namibia 2017

Bei den anderen Reisen, hatte ich bisher keine Zusammenfassung, doch es liegt mir auf der Seele etwas über dieses tolle Land zu schreiben, denn die Entwicklung macht einem Angst.
Der Autor der gleichnamigen Reiseführer, M. Iwanowski (es gibt kaum einen Reisefüher aus seinem Verlag, den ich nicht habe) schreibt, die Deutschtümelei sei vorbei, stattdessen seien viele Namibische Städte cosmopolitisch weltoffen. Dem kann ich nur teilweise zustimmen. Die deutschtümelei ist tatsächlich vorbei. Doch sie ist einem Afrikanischen Sozialismus gewichen. In Swakopmund ging man vor 15 Jahren in ein Geschäft und wurde in Deutsch angesprochen “Kann ich Ihnen helfen”. Das war natürlich praktisch, ist aber selbstverständlich kein Muss für mich. Wir müssen nicht in afrikanischen Ländern auftauchen und glauben, alles würde sich nur um uns drehen. Heute wird man aber nicht nur mehr in Deutsch angesprochen, heute kommt man so ohne weiteres gar nicht mehr in einen Laden! Heute kommt man, z.B. in Swakopmund, in viele Geschäfte gar nicht mehr rein, ohne eine extra Klingel zu betätigen. Der Inhaber kommt dann, schließt das schwere, vergitterte Tor auf, läßt einen ein und schließt das Tor wieder. Überall lungern nicht vertrauenswürdige Gestalten herum.


In den Cafes lungern 5 Beschäftigte, Arbeit ist aber nur für einen da – in der Hochsaison maximal für zwei Mitarbeiter. Ein Mädel bedient, vier drehen Däumchen.


Viele Lodges, insbesondere des “Namibia Wildlife Resort, NWR” sind stark heruntergekommen. Bei einigen Tripadvisor Kritiken kann man lesen “Stehlen ist halt einfacher als arbeiten”. Das ist krass formuliert und habe ich so auch nicht beobachten können, doch mit Arbeit haben viele Namibier tatsächlich nichts, aber auch gar nichts am Hut. Eine straffe Führung durch einen gewissenhaften Manager fehlt häufig. Schlendrian allerorten!
Man schaue sich einmal die heißen Quellen von Ais-Ais an. Da könnte man richtig was draus machen: Bäder in heißem Thermalwasser, Anwendungen, Massage, Wasser-Gymnastik, umgeben von grandioser Natur und, und und. Aber das will man nicht, das könnte ja 8 Stunden Arbeit täglich bedeuten. Der Pool hat, glaube ich, die letzten 10 Jahre keine Grundreinigung erhalten. Das wäre ja Arbeit.


Ein weiteres Manko sind die Straßen. Mir ist bewußt, das zu viel Tourismus auch nicht gut ist, und daß die Namibische Riegierung diesen gerne beschränken will, doch da gibt es andere Wege und für die Touristen die nun mal da sind, könnte man eine bessere Infrastruktur schaffen, gerade z.B. zu den Sehenswürdigkeiten, wie dem Fishriver-Canyon. Hier hat sich in den letzten Jahren gar nichts getan. Im Gegenteil. Viele Schotterpisten sind, glauche ich, die letzten zehn Jahre nicht abgezogen worden und in einem erbärmlichen Zustand. Wenn ich im Internet lese, die Namibischen Schotterpisten seien extrem gut gepflegt, dann frage ich mich, wo diese Reisenden unterwegs waren? Der Trans-Kalahari-Highway z.B. ist, ganz ehrlich gesagt, nicht befahrbar. Da sind die hohen Unfallzahlen in Namibia kein Wunder, zumal bei der geringen Bodenhaftung auf der Schotterpiste. Du kannst über solche Pisten eigentlich nicht mehr fahren. Da sieht man die 4×4 Fahrer, die dann ins freie Gelände ausweichen, da sich dort besser fahren läßt als auf der Straße!
Eine weitere Auswirkung der maroden Schotterpisten sind die Staubfahnen und die dadurch geschädigte Natur. Bei den richtigen Wetterbedingungen steht der von den Autos aufgewirbelte Staub in den Tälern wie ein dichter Nebel! Was vielen chinesischen Städten der Smog, ist vielen Namibischen Gegenden der Staub der Schotterpisten. Der legt sich auf alle Pflanzen und man hat manchmal das Gefühl man fährt durch karge Mondlandschaft, weil unter der dicken Staubschicht alles abstirbt und keine Pflanze mehr wächst!
Liebe Namibier, denkt daran, auch für eine funktionierende Wirtschaft braucht man eine gute Infrastruktur!


Da gibt es dann noch die weißen Farm-Besitzer und die von Weißen geführten Lodges. Diese verfügen über die höchste Produktivität im Lande, doch gefördert werden diese nicht. Man schmeißt ihnen Knüppel zwischen die Beine wo es nur geht. Weiße erhalten z.B. keine Kredite und nun will man auch noch hergehen und eine Steuer von 25% für die Weißen erheben, um das Geld den Armen als Ausgleich zu geben. Das ist übelster Kommunismus und wer weiß, ob das Geld jemals bei den Bedürftigen ankommt. Das ist alles typisch sozialistische, marxistische Politik.
Namibia fordert ja immer noch Wiedergutmachung für das Leid, das die deutschen Schutztruppen über die Herero gebracht haben. Normalerweise würde man dem Land schon gerne helfen, aber wüdrdet ihr das Geld in ein Fass ohne Boden stecken? Das Geld würde in diesem sozialistischen Land versickern, wie das Wasser in der Wüste!


Wenn man sich dann noch das Independence Museum und den Heros Acre anschaut, beides von Nordkorea gebaut und sich mal über die Ziele der SWAPO informiert (ursprüngliches Ziel ist die Einführung des Marxismus), dann weiß man Bescheid, wo der Weg hinführt. Geld ausgeben für verfehlte Ideologie und das Volk ist arm. Dabei hat das Land so viel zu bieten: Nette Menschen, unberührte Natur und eine Ursprünglichkeit, die seinesgleichen sucht!


Doch trotzalledem – ich kann einen Urlaub in Namibia auf jeden Fall empehlen, doch man sollte bereit sein für ein Abenteuer und auf keinen Fall europäische Maßstäbe anlegen!!

rueckwaerts vorwaerts

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

error: Alert: Content is protected !!