Mid-West USA Reise, 16.08.2012, Idaho Springs - Great Sand Dunes NP

Für diesen Tag standen bei der Tourplanung drei Alternativen zur Auswahl.


Alternative 1: Man kann direkt von Idaho Springs den Mount Evans anfahren. Er ist 4348m hoch und es führt die höchste asphaltierte Straße Nordamerikas zum Gipfel. Nach dem Befahren des Mount Evans über die US-285, die 17 über Alamosa und die Ln6 N zum Great Sand Dunes National Park, wo wir eine Lodge gebucht hatten.
Geschätzte Zeit: 6 Std. für 423km.


Alternative 2: Von Idaho Springs über die I-70 auf die US-67 über Evergreen und Conifer bis Cripple Creek. Die 67 weiter bis zur US-50. Diese Strecke nennt sich Phantom Canyon Road und ist eine Schotterstrecke die sich angeblich Atem beraubend auf dem Gleisbett der alten Loren am Berg entlang schlängelt. Auf der US-50 vorbei an Canon City bis Salida. Unterwegs hat man noch die Möglichkeit den Royal Gorge Park zu besuchen. Hier steht mit 321 m eine der höchsten Brücken der Welt, die den Arkansas River überquert. Von Salida aus wieder auf der US-285, die 17 und die Ln6 N bis zum Great Sand Dunes NP.
Geschätzte Zeit: 7,5 Std für 463 km


Alternative 3: Morgens Zeit für die Besichtigung der Argo Goldmiene und dann auf kürzestem Weg über die I-70, die US-285 über Evergreen, Conifer, Bailey, Buena Vista und die Ln6 N bis zum Great Sand Dunes NP.
Geschätzte reine Fahrtzeit: 4,25 Std für 345 km.


Da wir gerade erst im Rocky Mountain NP auf extrem hoher Straße unterwegs waren, reizte uns die Route 1 nicht so sehr.


Die Route 2 hätte bei unser knapp bemessenen Zeit mit 7,5 Std. Fahrtzeit echt Stress bedeutet und außerdem sollte es an der Phantom Canyon Road schon seit Wochen schwere Waldbrände geben.


Am Abend des Mittwoch den 15.08. haben wir diese Routen gemeinschaftlich besprochen und sind zu der Überzeugung gelangt, die Route 3 zu nehmen und erst einmal Donnerstag Morgen die Argo Goldmine zu besuchen.


Nach einem improvisierten Frühstück, dem Packen der Koffer und Räumen der Motel Zimmer fuhren wir die 100 Meter rüber zur Argo Goldmine und meldeten uns für eine Besichtigung an.


Wir mußten noch einige Minuten warten und auch wenn es erst so aussah als wären wir alleine, kamen doch immer mehr Besucher hinzu. Zuerst wurde uns in ca. 30 Minuten etwas über die verschiedenen Golderz Arten und den Bau der Argo Goldmiene erzählt. Uns wurde ein alter Preßlufthammer von damals vorgeführt, der sogenannte Widowmaker (Witwenmacher, auf Grund der Staublunge die man davon bekam).



Anschließend schickte man uns in einen vielleicht 50 Meter langen Tunnel.




Wir dachten nun, wir könnten jetzt noch den 4 Meilen langen Argo Tunnel besichtigen, doch der ist auf Grund der Einsturzgefahr nicht mehr begehbar.



Anschließend konnte man noch die Gerätschaften besichtigen und in wie vielen Stufen das Gestein zertrümmert und so weit separiert wurde, das Gold übrig blieb.



Beim Bezahlen der Tour am Anfang, hatte man jedem von uns einen vollen Beutel mit zertrümmertem Gestein/Sand ausgehändigt.Nun, am Ende der Tour, führte man uns vor, wie man mit Gold panning das Gold aus dem Gestein/Sand siebt. Tatsächlich hatte jeder von uns ein ganz klein wenig Gold in der Pfanne.


Meine Wenigkeit beim Panning  Tatsächlich Gold gefunden!


Letzten Endes war der Vortrag sehr interessant, auch wenn wir auf Grund unserer schlechten Englisch Kenntnisse nicht alles verstanden, aber das Gold panning hat richtig Spaß gemacht. Man merkte richtig wie wir dem Goldrausch verfielen und am liebsten immer weiter gesiebt hätten. Dass der Argo Tunnel nicht mehr zu besichtigen ist und man nur einen winzig kleinen Tunnel gezeigt bekommt, hat uns hingegen etwas enttäuscht. Bereut haben wir die Minenbesichtigung aber nicht, denn man bekam einen Eindruck davon, was für eine Quälerei das damals gewesen sein muß.
Info
Adresse:
Argo Gold Mine & Mill
2350 Riverside Dr.
Idaho Springs, CO 80452
(303) 567-2421
info@HistoricArgoTours.com


Webseite: http://www.argomilltour.com/


GPS Position (Parkplatz): 39°44’32.4″N 105°30’23.9″W


Öffnungszeiten: Geöffnet von Mittwoch – Montag (Di. geschlossen) von 10:00 Uhr – 16:00 Uhr


Eintrittspreise:
Erwachsene: $22.00
Kinder (5-10Jahre): $14.00
Kinder unter 5 Jahren haben freien Eintritt



Nach dem Besuch der Miene ging es nun auf der US-285 in Richtung Great Sand Dunes NP.
Folgende Tagesetappe war geplant:


Strecke: 351 km, Fahrtzeit: 3:54 h



Höhenprofil der Etappe:

Hoehenprofil: IdahoSprings – Great Sand Dunes NP


Zuerst fuhren wir durch endlose Prärie.


Prärie bei JeffersonIch filme die unendlichen Weiten


Dann ging es am Bushnell Peak, Cottonwood Peak, Rito Alto Peak …… vorbei, und wir ….



…sichteten so zwischen 16:00 und 17:00 Uhr zum ersten Mal die Dünen des Great Sand Dunes NP.



Da die für den nächsten Tag geplante Route nach Ouray durch die Berge gehen würde, konnte man die Fahrtzeit schlecht abschätzen und so beschlossen wir, noch an diesem Abend die Sand Dünen zu erklimmen und nicht erst am Morgen des nächsten Tages.


Wir bezogen unsere Zimmer in der Great Sand Dunes Lodge, von denen wir echt begeistert waren. Obwohl wüstenähnliche Gegend waren die Zimmer sehr groß und sauber. Jedes Zimmer hatte eine kleine Terrasse nach hinten heraus mit Blick auf die Sand Dünen. Klasse!



An jeder Terrasse hingen Zuckerwasser Behälter um viele Kolibries an zu locken.




Wir waren begeistert.
Nachdem wir die Zimmer bezogen hatten, fuhren wir mit dem Wagen zum Parkplatz und standen nun vor den Sand Dünen.


Die Dünen erstrecken sich über eine Fläche von 80 km2 und die höchste Düne ist mit 230 Metern die höchste Düne Nordamerikas. Sandkörner des Rio Grande werden vom Wind durch das Tal geweht. Der Wind kommt mit den schweren Sandkörnern jedoch nicht über die Sangre de Cristo Range und wird am Fuße dieser Bergkette abgelagert. Hier saugt sich der Sand mit dem Wasser der vielen Bäche des San Luis Valley voll und kann nicht mehr fort.



Der Sand ist selbst auf der höchsten Düne nur einige Zentimeter unter der Oberfläche feucht. Sollte diese Feuchtigkeit schwinden, z.B. durch sinkenden Grundwasserspiegel, könnte der Sand nicht mehr gehalten werden und die Dünen würden mit der Zeit schwinden. Die Aufrechterhaltung der Wasserversorgung der Dünen war der Grund für die Schaffung des Schutzstatus Nationalpark im Jahre 2000.



In der Zwischenzeit hatte sich jedoch das Wetter geändert. Es zogen Gewitterwolken auf es blies ein extrem scharfer Wind. So haben wir die höchste Düne gar nicht erklimmen können. Der scharfe Wind wirbelte den Sand auf und mauserte sich zu einem kleinen Sandsturm. Der Sand tat an den nackten Füßen und im Gesicht richtig weh. Wir hatten schon nach kurzer Zeit Sand in den Ohren, Nase und Augen. Da der feine Sand durch alle Ritzen dringt hatte ich Angst um meine Video und Fotoausrüstung. So kehrten wir schon nach kurzer Zeit wieder um, da der Sandsturm kaum zu ertragen war. Kleine Kinder von anwesenden Familien schrieen, da der Sandsturm in Bodennähe am schlimmsten war und sie mit ihrer geringen Größe natürlich im Gesicht mehr abbekamen. Einige Jugendliche surften noch mit speziellen Surfbrettern die Dünen herunter, doch so langsam gingen alle, da der Wind immer schlimmer wurde.


Wir fuhren zurück zur Lodge, setzten uns auf unsere windgeschützte Terrasse, und sahen die Sonne hinter den Dünen unter gehen. Was für ein schöner Flecken Erde! Der Lodge angeschlossen ist auch eine Tankstelle mit einem kleinen Laden und Restaurant. Hier speisten wir recht einfach zu Abend, aber in dieser Einöde darf man auch nicht zu viel erwarten. Im Großen und Ganzen war es für ein Restaurant in der Wüste (nächste größere Stadt Alamosa ca. 50 km entfernt) in Ordnung. Wir tranken dann noch guten amerikanischen Wein auf unserer Terrasse und gingen dann zu Bett. Was der nächste Tag wohl bringen würde?


Info
Adresse
Great Sand Dunes National Park Visitor Center
11999 State Highway 150
Mosca, CO 81146
Phone:(719) 378-6395


Webseitehttps://www.nps.gov/grsa/index.htm


GPS Position (am Besucher Zentrum):37°43’57.6″N 105°30’44.5″W


ÖffnungszeitenDer Great Sand Dunes National Park and Preserve ist 24 Std am Tag, 7 Tage die Woche das ganze Jahr geöffnet.


Die Eintrittspreise entnehmen Sie bitte der folgenden Seite:https://www.nps.gov/grsa/planyourvisit/fees.htm


Diverses:
Alter der Sanddünen: 12 000 Jahre
Zum National Monument erklärt: 17. März 1932
Fläche: 343 km²
Gründung (offiziell): 13. September 2004
Besucher: 250 000 /Jahr
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