18.06.2022 Illetas (ses Illetes)

Eigentlich hatten wir uns für diesen Tag vorgenommen, entweder mit der Schmalspurbahn nach Soller, oder nach Palma herein zu fahren. Nach dem etwas verunglückten Urlaubsbeginn entschlossen wir uns aber, einen Ruhetag einzubauen und den Tag am Wasser zu verbringen. Im Umkreis von Illetas gibt es zwar auch einige kleine Strände, doch wir blieben am Hotel. Hier war es zwar überwiegend felsig, doch man hatte Edelstahltreppen angbracht, über die man ins Wasser konnte.

Als wir aufwachten gingen wir als erstes auf unseren Balkon. Wir hatten ja noch nicht gesehen, was sich hier so am Morgen abspielt.

Was war das? Da wurden doch tatsächlich schon morgens früh um 07:00 Uhr Sonnenliegen per Badetuch reserviert. Dann legt man sich noch einmal hin um dann um 09:00 Uhr zum Frühstück zu gehen. Bis man dann endlich die Liege real nutzt, sind dann 3 Stunden vergangen. Frechheit.

Es geht auch anders. In einem späteren Hotel klebte ein Schild an den Liegen “Keine Reservierung vor 10:00 Uhr. Noch krasser wird es, wenn Hotels dann bei Nichtbeachtung die Badetücher abräumen. Find ich aber klasse und mutig.

Wir ließen es drauf ankommen und gingen erst einmal zum Frühstück.

Das Frühstück im Europe Playa Marina ließ keine Wünsche offen: Ob American Breakfast oder Continental, umfangreiche Obstsorten, Wurst Käse, Fisch, süßes Gebäck, Sekt, Kaffee in allen Variationen, mehrere Obstsäfte, ja es gab auch einen Koch, der einem in einer offene Kochinsel ein Omlett kredenzte. Die Zutaten konnte man wählen. Im Prinzip, wie man es von einem sehr guten Hotel erwartet, hätte ich hier auf Mallorca aber so nicht erwartet.

Als wir dann endlich mit unseren Badesachen nach unten gingen, war die eine Hälfte der Liegen reserviert, die andere Hälfte belegt. Äußerst ärgerlich.
Was tun? Wahrscheinlich wäre es mir auf den Sonnenterassen des Hotels ohnehin zu brutzelig gewesen.
Das Nachbarhotel hatte eine kleine Badebucht, die aber nicht genutzt wurde, bzw. hatten die offensichtlich noch nicht einmal einen Zugang. Auf einem kleinen Treppenpodest standen auch noch zwei Liegen ohne Sonnenschirm in praller Sonne. Seitens der Farbe, gehörten die beiden Liegen offesnsichlich nicht zu unserem Hotel. Da sich bei dem Hotel nebenan keinerlei Gäste draußen auf Liegen befanden haben wir uns die zwei Liegen geschnappt, haben Sie in die Bucht in den Schatten getragen, und hatten den besten Platz, den man sich vorstellen kann, von wo auch das Foto geschossen wurde. Unsere Liegen standen im natürlichen Schatten eines Baumes und wir waren alleine. Ein Traum!

Am Nachmittag kam die Sonne dann doch so weit rum, daß der Schatten immer kleiner wurde. Aber zu diesem Zeitpunkt waren viele Liegen schon freigegeben worden und jetzt zogen wir um auf die Sonnenterrasse. Das fiel mir schwer, denn jetzt war es vorbei mit der Ruhe. Vorsichtig ausgedrückt: Ich will niemanden verunglimpfen, aber es gibt Nationen, da müssen die Menschen immer quasseln und so welche lagen jetzt um uns herum.

Als es dann nach einiger Zeit etwas dämmerte, beschlossen wir zum Essen zu gehen. Am Abend zuvor, auf dem Weg zum Bottegabay war uns ein Gartenrestaurant/Grill aufgefallen, das gut besucht war und eine umfangreiche Speisekarte hatte. Dort wollten wir jetzt hin.

Unterwegs kamen wir an dieser schönen Bougainvillea Hecke vorbei…..

… und hatten eine tolle Aussicht auf die Bucht von Palma. Der Hafen von Palma wurde ja vor einigen Jahren mächtig ausgebaut und modernisiert und so kann man jetzt viele Kreuzfahrtschiffe sehen, die hier anlanden.

Der Garten-Grill war das:

Sorrento’s Illetas
Passeig Illetes 117, 07181 ses Illetes
Homepage: https://www.sorrentosilletas.com/
GPS-Position: 39°32’26.1″N 2°35’36.1″E
Tripadvisor Bewertung: 3,5 von 5

Ich kann das Lokal uneingeschränkt empfehlen. Die Sachen, die vom Grill kamen, waren exzellent und man merkte, dass der Grillmeister etwas von dem verstand, was er machte.
Was ein wenig nervte war die Straße direkt daneben, die Einbahnstraße an der unser Hotel lag und hier ging sie bergan und ganz oben war eine stark frequentierte Bushaltestelle. Wenn dann Busse mit Dieselmotor am Berg anfahren, gibt das immer eine ziehmliche Rußfahne. Da der Garten-Grill schon ziehmlich zugewachsen ist, war es aber halbwegs erträglich. Wer diesbezüglich aber ein wenig empfindlich ist, sei gewarnt.

Nach dem Essen gingen wir noch die Straße ab. Wir wollten schauen wo es hier auch so etwas wie eine Strandpromenade, oder Strände gibt.

Nicht unweit vom Hotel kamen wir an den kleinen Strand Platja de Ses Illetes bei 39°32’13.3″N 2°35’25.5″E.
Hier gab es einen schönen Sandstrand und der Strand wurde bewirtschaftet.

Es dämmerte schon und es wurde langsam dunkel

Nach einiger Zeit sind wir wieder hoch gegangen an die Küstenstraße (Passeig Illetes) und sind weiter Richtung Süden und kamen schon nach kurzer Zeit an die nächste Bucht: Cala Comtesa mit dem Strand Playa de Illetes ( 39°32’04.9″N 2°35’21.7″E ).
Von hier aus sind wir am Strand weiter gegangen Richtung Süden und kamen zum Naturschutzgebiet Punta des Bufador, das auf einer kleinen Landzunge liegt. Unterwegs war, obwohl es schon merklich dunkerl wurde, richtig was los. Eine Strandparty nach der anderen und eine white Party.

Auf der Landzunge steht auch ein Turm, dessen Vergangenheit ich aber nicht in Erfahrung bringen konnte. Vielleicht etwas militärisches, denn altertümlich sah er nicht aus.

Die Spitze der Landzunge und des Naturschutzgebietes Punta des Bufador is sehr felsig und vom Meer ausgehölt. Wenn das Meerwasser dann in die Höhlen gedrückt wird, entweicht die Luft durch Risse im Felsen nach ober, so dass es zischt und faucht.

Gegenüber steht auf der kleinen Insel Illa des Pas ( 39°31’52.6″N 2°35’19.4″E ) der alte Wachturm Torre de ses Illetes.
Verschiedene Dokumente besagen, daß an dieser Stelle schon 1577 mit einem Turmbau begonnen wurde, an dem 1587 die Arbeiten immer noch andauerten.
In einem Dokument von 1793 heißt es aber “der Turm ist zersprungen, aus Blei ……. es wäre angebracht, dass anstelle dieses Turms wieder ein anderer von guter Konstruktion gebaut wird, der 3 oder 4 enthalten könnte Kanonen, …”.
Ob der zersprungene Turm so belassen wurde, oder ob man den noch einmal erneuert hat, darüber habe ich nichts finden können.

Bild unten: Schaut man Richtung Süden, schaut man in die Bucht Cala Xinxell, wo viele Yachten vor Anker lagen. Es heißt, daß diese Gegend zum exklusiveren Teil Mallorcas gehört.


Bild unten: Wir sind dann wieder umgekehrt und kamen wieder in die Bucht Cala Comtesa. Von hier aus gingen wir wieder hoch zur Straße und zurück zum Hotel.

Unterwegs kamen wir auch am Hotel Roc Illetas vorbei. Dort sang auf einer kleinen Open Air Bühne eine Sängerin live, der wir noch etwas lauschten. Anschließend haben wir uns in unserem Hotelzimmer noch etwas auf den Balkon gesetzt.

rueckwaertsvorwaerts

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