Süd-Norwegen, 15.08.2013, Geiranger

Als wir morgens aufstanden wollten wir erst einmal einen Blick aus dem Fenster auf den Fjord werfen , doch wir staunten nicht schlecht: Direkt vor unserem Fenster befand sich ein riesiges Kreuzfahrtschiff. Das so ein riesiges Schiff den Weg durch solch einen schmalen Fjord findet.


Nach einem erstklassigen, reichhaltigen Frühstück fuhren wir zum Anleger in Geiranger. Vorher haben wir jedoch noch Fensterplätze für das Abend-Buffet reservieren lassen, auf das man uns beim einchecken tags zuvor aufmerksam gemacht hatte. Das Abendessen mußte extra gebucht werden, aber der Speisesaal liegt in der 6. Etage und man hat einen tollen Ausblick auf den Fjord. Das durfte man sich doch nicht entgehen lassen, man gönnt sich doch sonst nichts.


Schon von Deutschland aus hatte ich für heute einen Ausflug mit einem kleinen Schiff auf dem Geiranger Fjord gebucht und anschl. wollten wir noch auf den 1476 m hohen Dalsnibba fahren.
Im Gegensatz zu den vorherigen Tagen schien die Sonne. Rechtzeitig zu einem der Highlights der Reise, dem Geiranger Fjord, war Traumwetter angesagt.


13_08_15_01Dieses riesige Kreuzfahrtschiff lag hier vor Anker. Da die Kreuzfahrtschiffe nicht anlegen können, müssen alle Kreuzfahrt-Gäste ausgeschifft werden.
Da Strom aus Dieselgeneratoren billiger ist als “Landstrom”, liefen die Motoren.



13_08_15_02Auf unserem kleinen Boot fuhren wir an unserem Hotel vorbei.



13_08_15_03Dann kam die Aida um die Ecke. Unser kleines Schiff hupte drei Mal zur Begrüßung. Die Aida antwortete, allerdings mit etliche Dezibel mehr. Das war schon sehr majestätisch wie die Aida so an uns vorbei glitt.



13_08_15_04Die Sieben Schwestern (Norwegisch: De syv søstrene)
Größte freie Fallhöhe dieser Wasserfälle: 300m



13_08_15_05Es fuhr auf unsere Bootstour noch ein großes Kreuzfahrtschiff an uns vorbei so daß vor Geiranger schon drei riesige Kreuzfahrtschiffe vor Anker lagen, als wir zurück zum Anleger kamen.
Da alle drei Kreuzfahrtschiffe ihre Dieselmotoren laufen ließen führte das dazu, daß der Fjord schon in einer riesigen Dieselwolke lag. Das war weniger schön. Komisch daß die örtliche Verwaltung so etwas zuläßt.



Wieder an Land sind wir mit dem Auto über die FV63 und dem Nibbevegen auf den Geiranger Hausberg, den Dalsnibba gefahren.


Info Dalsnibba
Höhe: 1476 m
Bergkette: Sunnmørsalpane
Gipfelgruppe: Sunnmørsalpane
GPS-Koordinaten: 62°02’56.3″N 7°16’12.6″E

13_08_15_06Der Shop auf dem 1476 m hohen Berg ist ebenfalls super modern gestaltet.



Von der Spitze des Dalsnibba hat man eine grandiose Aussicht auf den 7km entfernten Geiranger Fjord.



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13_08_15_08Es ging wieder den Berg hinunter. Die Straße ist oben nur noch Schotterpiste. Viele Berge im Umkreis, aber auch der Dalsnibba selbst sind auch im Sommer oft mit Schnee bedeckt.



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Am Fuße des Dalsnibba liegt der Djupvatnet, an dem wir auch schon tags zuvor bei der Fahrt von Jostedal nach Geiranger vorbei gekommen sind.


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Wir wollten noch nicht ins Hotel und so haben wir uns kurzfristig entschlossen noch den Aussichtspunkt Ørnesvingen ( 62°07’34.0″N 7°10’00.7″E ) zu besuchen.

13_08_15_11Am Hotel geht mit einer Straßenbreite von 4,25m der sogenannte Adlerweg (Norwegisch: Ørnevegen) hoch und nach 11 Haarnadelkurven mit 10% Steigung, erreicht man den Aussichtspunkt “Adlerschwinge” (Ørnesvingen). Die Straße wurde im September 1955 eröffnet und wurde so genannt, weil sie durch ein Gebiet mit vielen Adlern führt.



13_08_15_12Auch dieser Aussichtpunkt wurde im Rahmen des Projektes “Norwegische Landschaftsrouten” gestaltet und im Juni 2006 eingeweiht.



Man hat von der “Adlerschwinge” eine tolle Aussicht in den Ford, aber auch auf das Fjord-Ende mit dem Ort Geiranger und auf den Dalsnibba.


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Noch einige Fakten zu Geiranger:

Info Geiranger
Position: 62°05’52.8″N 7°12’25.5″E
Einwohner: ca. 250
Besucher: ca. 600000 /Jahr
Kreuzfahrtschiffe im Fjord: ca. 200/Jahr
Filme mit dem Ort Geiranger: The Wave – Die Todeswelle.
In dem erwähnten Film geht es darum, daß auf Grund des fehlenden Frostes ein großer Hang ins Rutschen kommt und in den Fjord stürzt. In keinem Reiseführer habe ich etwas darüber gelesen, aber nachdem ich den Film gesehen habe, habe ich mal ein wenig im Internet recherchiert. Die Gefahr ist tatsächlich gegeben. Das Bergmassiv “Åkernes”, zwischen Hellesylt und Stranda ist auch real sehr instabil und in Bewegung. Es gibt einen Riß der pro Jahr um 15 cm wächst. Das Stück Fels das abrutschen würde hat eine Höhe von 1300 m, eine Breite von 600m, eine Dicke von 40m-60m und ein Volumen von 30 – 45 Millionen m³. Das Ganze ist nur 13 km von Hellesylt entfernt und würde das Stück abrutschen, würde es einen Tsunami, eine Flutwelle, von 40-80 m Höhe erzeugen. Es gibt eine Beobachtungsstation die den Berg laufend überwacht.


Man hatte uns schon im Hotel beim Einchecken auf das sehr gute Abend-Buffet aufmerksam gemacht und als wir in das Hotel kamen machten wir uns für das Abend-Buffet fertig. Es gab ein tolles Buffet mit viel Fisch und wir hatten einen Platz an der riesigen Fensterfront in der 6. Etage mit einem tollen Ausblick auf den Fjord. Das Buffet ist zwar nicht ganz billig, aber wenn man schon mal die Möglichkeit hat bei untergehender Sonne auf den Fjord zu schauen, dann sollte man das wahrnehmen. Es war ein unvergeßlicher Abend!

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