Süd-Norwegen, 05.08.2013, Ankunft Oslo

13_08_05_01Als wir aufwachten mußten wir uns auch schon fast fertig machen. Schnell geduscht und noch eines der Brötchen und Obst aus Herford gegessen, einen kleinen Rundgang durch das Schiff gemacht und einen Kaffee getrunken, als wir links und rechts des Schiffes kleine Örtchen am Oslo Fjord liegen sahen.



13_08_05_02Oslo näherte sich. Wir müssen auch an Frederiksstadt vorbei gekommen sein, wo Roald Amundsen, der erste Mann am Südpol, geboren wurde.



Die Fähren erreichen Oslo täglich um 10:00 Uhr morgens und es ist erstaunlich, wie pünktlich die Schiffe sind. 15 Minuten vor dem Anlegen hieß es, wir sollten unsere Fahrzeuge aufsuchen. Das Car Deck ist ja während der Überfahrt immer komplett geschlossen. Diese 15 Minuten sind eigentlich zu kurz, denn an den vielen Fahrstühlen war jetzt die Hölle los, als ca. 3500 Personen versuchen auf das tiefer gelegnen Car-Deck zu gelangen. Wir erreichten unseren Wagen aber rechtzeitig und da wir als letztes auf das Oberdeck gefahren waren, mußten jetzt erst einmal alle vor uns vom Schiff, bevor wir an der Reihe waren. Da am Hafen in Oslo z.Zt. viel gebaut wird, wird man kreuz und quer durch den Hafen geschickt. Wir wurden auf provisorischen Fahrspuren durch Lagerhallen geschickt als wir am Zoll ankamen. Zwei Fahr-Spuren:


1. Waren zu verzollen
2. Nichts zu verzollen.


Da Norwegen dem Shengen Abkommen beigetreten ist, mußte man keinen Paß vorzeigen und da wir nichts zu verzollen hatten, sind wir durchgefahren. Wir fuhren nun direkt zum Hotel.


Park Inn by Radisson Oslo
Adresse: Øvre Slottsgate 2C, Oslo 0157, Norway
Homepage: Park Inn by Radisson Oslo Homepage
GPS-Position: 59°54’40.2″N 10°44’26.4″E


Ich hatte zwar gelesen, daß die Parkplatz Situation sehr schlecht in Oslo ist, doch daß sie so verheerend und teuer ist, hätte ich nicht zu glauben gewagt. Mehr oder weniger ist in der gesamten Innenstadt daß Parken verboten. Hier und dort sind mal zwei, drei Parkplätze, doch die sind dann meistens durch Anlieger belegt. An unserem Hotel in der Øvre Slottsgate durften Hotelgäste 10 Minuten parken. So packten wir unsere Koffer aus, checkten ein und fragten an der Rezeption, wohin mit dem Auto. Man zeigte uns auf einem Plan einen Parkplatz, der aber bei Ankunft total überfüllt war und auch nur Parkuhren hatte. Wir wollten doch nicht alle zwei Stunden zur Parkuhr laufen! So blieb uns keine andere Möglichkeit, als in das nahe gelegene Parkhaus zu fahren. Doch was für ein Schock als wir die Preise sahen! 50 Euro für 24 Std. !! Wie ich gehört hatte, hat Oslo Tokio als teuerste Stadt der Welt abgelöst! Jetzt glaubte ich es! Nachdem wir das Auto los waren, machten wir einen Stadtbummel durch Oslo um die Stadt näher kennen zu lernen.


Geht man die Straße unseres Hotels, die Øvre Slottsgate hoch, stößt man direkt auf die Fußgängerzone, die Karl Johans Gate. Hier gingen wir erst rechts herunter in Richtung Jernbanetorget.


13_08_05_03Zuvor kommt man an der Osler Domkirche vorbei (59°54’45.2″N 10°44’49.2″E). Sie wurde von 1854 – 1856 in rotem Backstein gebaut. Der Baustil der Kirche ist neo-romantisch. Direkt an der Kirche befinden sich Arkaden mit Läden. Architekt des ganzen Gebäudeensemble ist der Architekt Christian Heinrich Grosch. In früheren Jahren verwendete man den Turm um die Feuerwehrschläuche zu trocknen.



13_08_05_04Nun gingen wir wieder zurück und am entgegengesetzten Ende der Fußgängerzone erreicht man “Det Kongelige Slott” (Das königliche Schloss). Von 59°54’48.7″N 10°44’25.0″E aus fotografiert.



Im Jahre 1814 bildete Norwegen eine Union mit Schweden und einem gemeinsamen König, der seinen ständigen Sitz in Stockholm hatte. Er sollte jedoch auch einen Sitz im damaligen Christiania, dem heutigen Oslo, bekommen. Das dazu bestimmte Privathaus, das Paléet, war jedoch nicht geeignet. So genehmigte das Storting (das Parlament) 1822 Gelder zum Bau eines Schlosses. Der König von Schweden und Norwegen, Karl XIV. Johann (1763–1844), bzw. König Karl III in Norwegen, entschied sich für die sogenannten Bellevuehöhen. Der Architekt war Hans Ditlev Franciscus von Linstow, Grundsteinlegung war am 1. Oktober 1825. 1827 waren die Gelder aufgebraucht und das Storting bewilligte keine neuen. So lag der Bau dann einige Jahre brach und der Architekt war angehalten, das geplante Schloß erheblich zu verkleinern. 1834 ging es dann, mit kleinerem Umfang, weiter und am 1. Oktober 1836 wurde Richtfest gefeiert. Das Schloss gehört heute dem Staat Norwegen und wird der Königsfamilie zur Verfügung gestellt. Das Schloß zählt, mit 173 Räumen, zu den kleineren Schlössern Europas. Immer wenn auf dem Dach die Fahne weht, ist die Königsfamilie anwesend. Die Union mit Schweden wurde übrigens 1905 aufgelöst und da man sich entschied die konstitutionelle Monarchie beizubehalten, wurde Prinz Carl von Dänemark (1872–1957) aus dem Hause Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg zum König gewählt und nannte sich Håkon VII.
13_08_05_05Auf dem Weg zum Schloss kommt man am Storting, dem Parlament, vorbei (59°54’47.3″N 10°44’22.3″E). Das Storting existiert seit der Annahme der norwegischen Verfassung am 17. Mai 1814. Das Storting umfaßt 169 Abgeordnete, 150 davon kommen aus den 19 Provinzen, die restlichen 19 Mandate sind Überhangmandate.



13_08_05_06Der Universitetsplassen (Universitäts-Platz) an der Karl Johans Gate. Das Gebäude, das hier zu sehen ist, ist die Fakulät für Recht (59°54’55.6″N 10°44’06.5″E).



13_08_05_07Nun kamen wir dem Schloß näher. Leider kam man nicht ganz nah dran, da der ganze Vorplatz neu gestaltet wurde. Wir sind aber um das Gebäude herum, hinten war ein bewachter Eingang und sind dann durch den Schlosspark.
(Position des Schlosses: 59°55’01.5″N 10°43’39.8″E



Von dort sind wir dann am Nobel-Institut vorbei gekommen.
13_08_05_08“Det Norske Nobelinstitutt” bei 59°54’55.7″N 10°43’18.7″E
Das norwegische Nobel-Institut wurde 1904 gegründet.



13_08_05_09“Akershus Festning”.
Die Festung betritt man am Besten in der Myntgata bei 59°54’32.5″N 10°44’15.4″E
Man weiß nicht genau wann mit dem Bau der Festung Oslo begonnen wurde, doch man nimmt an, daß um 1290 mit dem Bau gewonnen wurde. Lange Zeit wurde es auch als Gefängnis genutzt.



13_08_05_10Blick von der Festung ( bei 59°54’33.0″N 10°44’09.3″E) auf den Osloer Hafen, die Pipervika.



13_08_05_11In der Festung (59°54’24.5″N 10°44’10.2″E)



13_08_05_12Position 59°54’23.3″N 10°44’14.9″E



13_08_05_13Das Osloer Rathaus (59°54’42.5″N 10°44’00.4″E), fotografiert vom gegenüber liegenden Rathausplatz (Plac Rådhusplassen).
Grundsteinlegung für das Rathaus war 1931.
1939 wurden die ersten Büros bezogen. Verzögert durch den zweiten Weltkrieg fand die Einweihung aber erst am 15 Mai 1950 statt . Hier findet in jedem Jahr am 10. Dezember, dem Todestag von Alfred Nobel, die Verleihung des Fiedensnobelpreises statt.



1986 wurde an der linken Seite des Pipervika (wenn man vom Oslo Fjord in Richtung Hafen schaut) ein neues Büro und Wohngebiet gebaut, genannt Aker Brygge. Dieser Stadtteil sieht nicht nur teuer aus, er ist es auch.Im Internet kann man nachlesen, daß dies die besten, aber auch teuersten Büros der letzten 25 Jahre sind.


13_08_05_14Am Ende dieses Bürogebietes (59°54’22.1″N 10°43’11.1″E) hat die Stadt Oslo auch Bademöglichkeiten geschaffen (Tjuvholmen Badeplass), aber wir hatten keine Badesachen mit und es wäre auch zu kalt und regnerisch gewesen, aber wie man das architektonisch angelegt hat – klasse!


13_08_05_15So langsam ging die Sonne unter und die Farben in diesem Wohngebiet waren schöner, als es das Bild zeigt.

Ich empfehle Ihnen aber, nicht an der Strandpromenade zurück zu gehen. Gehen Sie mal über die Tjuvholmen allé, den Olav Selvaags plass und den Bryggetorget direkt durch diesen neuen Stadtteil. Das ist alles sehr schön angelegt – viel Wasser, viele Brücken, roße Plätze mit Skulpturen – alles sehr mondän, aber unglaublich teuer zum Wohnen.



13_08_05_16Es war ein langer Tag: Ankunft in Oslo, im Hotel einchecken, Auto unterbringen und dann noch eine lange Tour zu Fuß durch Oslo, da war ein Päuschen angebracht, aber so ganz bequem war es nicht :-))



13_08_05_17Solche und ähnliche Kunst findet man überall in Oslo, aber am nächsten Tag sollte es noch, …. erotischer 🙂 werden.



Nach unserem Stadtbummel kehrten wir zurück zum Hotel um gegenüber in der Pizzeria eine leckere Pizza zu essen.

rueckwaerts vorwaerts
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