22.06.2022 Sant Elm – Valldemossa

Heute nun kehrten wir Sant Elm dem Rücken. Eigentlich hat es uns hier ganz gut gefallen. Es ist aber nicht die große Touristen Metropole. Die Fußgängerzone ist schön angelegt insofern tun die Stadtväter sehr viel für den Ort, aber Party bis in die Nacht, darf man hier nicht erwarten – aber ruhig ist es!

Folgende Tour war geplant:

Sant Elm – Andratx – Valldemossa
Routeninfo: Ma-1030, Ma-1050, Ma-1, Ma-10
Fahrtzeit:1,25 Std.
Streckenlänge: 50,6 km

Ein letzter Blick auf Sant Elm

Ich postierte mich mit den Koffern vor dem Hotel, während meine Partnerin den Wagen holte.
Wir beluden den Q2 und die nächste Etappe konnte beginnen.
Der erste größere Ort den wir passierten, war Andratx. Eigentlich wollten wir hier gar nicht halten, doch so im vorbeifahren sahen wir, daß wohl ein kleiner Trödelmarkt stattfand. Das interessierte uns schon. Am nächstbesten Kreisverkehr fuhren wir wieder zurück in Richtung Andratx und suchten uns einen Parkplatz. Eigentlich ein sehenswerter, schöner, typisch spanischer Ort mit vielen kleinen Gassen.

Mir ist beim Studieren der Orte hier an der Küste aufgefallen, daß es oft zwei Orte mit fast identischen Namen gibt. Bezogen auf Andratx bedeutet das, es gibt einen Ort “Andratx” und es gibt einen Ort “Port Andratx”, die 6,5 km auseinander liegen. Das gibt es z.B. auch bei den Örtchen Soller und Port de Soller. Wieso ist das so? Ich habe gelesen, das man sich so vor Piraten schützen wollte. Man errichtete einen Hafen, doch aus Sicherheitsgründen baute man den Hauptort weiter weg. Wurde der Hafen, der auch gleichzeitig ein Beobachtungsposten war, von Piraten überfallen, wurde der Hauptort alarmiert und die Bewohne hatten Zeit zu fliehen.

Der Turm im Hintergrund gehört zum Rathaus von Andratx (Ayuntamiento de Andratx) und war früher das Castillo de Andratx aus dem 16. Jahrhundert.

Der Hauptteil des Flohmarktes befand sich an einem langgezogenen, schön von Bäumen gesäumten Platz, dem “Poligon Son Mas”.
Der Markt findet immer Mittwochs statt. Er beginnt in der Früh und meistens ist mittags Schluß

Interressant ist auch, das Andratx offensichtlich bei Auswanderern sehr beliebt ist. So haben 30% der Bewohner einen ausländischen Paß, 12% sind Deutsche.

Info Andratx
Aussprache des Ortsnamens: Andratsch
Höhe: 101 msnm
Fläche: 81,46km2
Einwohner: ca. 11300
Bevölkerungsdichte: 138 Einwohner/km2
Homepage: https://andratx.cat
GPS-Koordinaten (am Rathaus): 39°34’34.1″N 2°25’28.0″E

Meine Partnerin kaufte sich auf dem Markt noch eine Tasche und dann fuhren wir weiter. Am großen Kreisverkehr im Norden von Andratx führt auch die Ma-10 weiter durch die Berge. Es ging jetzt relativ schnell von fast kanpp 100 (Andratx) auf 362 Meter, dem Coll de Sa Gramola. Entlang der Strecke immer wieder atemberaubende Aussichten.

Bild unten: In einer Haarnadelkurve der Serpentinen an der MA-10 standen mehr Autos, als der Parplatz eigentlich verkraften konnte. Die Aussicht mußte also schön sein und so beschlossen wir, unseren Wagen auch noch zu parken. Wir parkten einfach hinter den anderen Wagen und verständigten uns mit einem Deutschen Ehepaar, wenn Sie weiterfahren wollten, bräuchten sie nur Bescheid geben, dann würden wir unseren Wagen zurücksetzen. Die beiden waren sehr nett und ganz entspannt:” Kein Problem, alles klar. Vielen Dank.”

Am Viewpoint “Mirador” bei 39°37’25.5″N 2°25’27.3″E.

Als wir die tolle Aussicht bewundert hatten, fuhren wir alle zeitgleich weiter.

Bild unten:

Bei 39°38’45.4″N 2°27’06.2″E näherten wir uns einem kleinen Restaurant und die Aussicht war grandios und so beschlossen wir zu parken. Das Restaurant war das “Restaurant es Grau” und der sehr zu empfehlende Aussichtspunkt der “Mirador de Ricardo Roca”.

Die Stufen hoch zum Viewpoint

Bild unten: Das “Restaurant es Grau” vom Viewpoint “Mirador de Ricardo Roca” aus gesehen

Im Restaurant tranken wir noch einen Latte und dann ging es weiter auf der MA-10

Bild unten: Blick zurück auf den kleinen Ort Estellencs

Bild unten: Bei 39°41’01.1″N 2°30’01.3″E stand auf einer Klippe ein alter Turm, der “Torre del Verger” (de: Turm der Seelen). Den wollten wir uns auch noch anschauen, doch der kleine Parkplatz an der Straße lag etwas weiter zurück, und so mußten wir auf der schmalen MA-10 wenden und wieder einige Meter zurück fahren. Wenn die Straße an dieser Stelle auch etwas unübersichtig ist, es ging aber alles gut. Der Torre del Verger ist ein Wachturm in der Gemeinde Banyalbufar.
Der Turm ist so saniert worden, daß man ihn besteigen kann. Auch von hier hat man wieder eine grandiose Aussicht.

Nach kurzer Zeit erreichten wir Valdemossa. Wir wollten erst einmal duch den kleinen Ort fahren. Vielleicht würden wir das Hotel, das recht groß sein mußte, so finden. Wir fuhren durch den Ort und auf einmal waren wir schon wieder außerhalb der Innenstadt, auf der Ma-1110.
Wir beschlossen anzuhalten und in den Unterlagen nach der Adresse des Hotels zu suchen. Gleichzeitig stellte ich fest, daß man von hier einen tollen Ausblick auf Valdemossa hat.

Wir hatten genau am Valdemossa Viewpoint II gehalten.
39°42’39.6″N 2°37’41.9″E

Wir stellten fest, daß das Hotel irgendwo an der Ma-10 sein mußte. Also wieder zurück, wieder durch Valdemossa durch und abbiegen auf die Ma-10 Richtung Norden.
Ein ganzes Stück weit außerhalb von Valdemossa (4 km) fanden wir dann das Hotel

Bordoy Continental Valldemossa
Carretera Valldemossa Deia, km 3
07100 Valldemossa
Homepage: https://de.hotelcontinentalvalldemossa.com/

Wir sind ja eher für moderne Hotels, doch dieses machte eher einen älteren Eindruck auf uns. Eher so etwas wie ein Grand Hotel für die versnobte Gesellschaft. Wir wurden aber sehr höflich und schnell (hat man selten bei Hotels) eingecheckt und schon wenig später hatten wir den den Zimmerschlüssel im Schloß herum gedreht und kamen aus dem Staunen nicht mehr raus, als wir das Zimmer betreten hatten. Wahnsinn – was war das für ein schönes Hotelzimmer!

Ein richtig großes, gepflegtes Zimmer……

……und im Bett liegend hatte man einen tollen Blick nach draußen

Das Bad war nicht minder geräumig und sehr modern

Bild unten: Die Aussicht vom Balkon war klasse

Wir haben uns erst einmal im Hotel umgesehen.
Etwas abgelegen vom Hotel in wild-romantischer Natur, lag der Hotel Pool

Zum Abendessen gingen wir runter ins Hotel Restaurant.
Alles sehr fein und eine tolle Speisekarte.
Die Preise waren gutes Mittelfeld – nicht zu teuer, aber auch nicht spottbillig.
Wenn man hier schon so fein essen konnte, dann sollte es endlich eine Paella für 2 Personen sein.

Paella kommt aus dem Katalanischen und entspringt dem lateinischen Patella, was eine Art flache Schüssel aus Metall ist – oder eben Pfanne.

Auf Mallorca ist Katalanisch übrigens eine der Hauptsprachen. Die Balearen liegen zwar gegenüber der Katalanischen Küste, sind aber eine autonome Region, gehören also nicht zu Katalonien.

Während wir so auf der Sonnenterrasse des Hotel Restaurant unsere vorzügliche Paella aßen (es war aber viel zu viel für uns beide), ging langsam die Sonne unter.

Die Sonne war schon unter gegangen, als ich noch einmal zum Hotel eigenen Viewpoint gegangen bin

Die abendlich erleuchtete Sonnenterrasse des Hotel Restaurant

Info Valldemossa
Höhe: 436 msnm
Fläche: km2
Einwohner: ca. 2000
Bevölkerungsdichte:46 Einwohner/km2
Homepage: www.ajvalldemossa.net/de (Spanisch/Katalanisch)
GPS-Koordinaten:

rueckwaertsvorwaerts
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