USA – Mietwagen, Verkehr und Polizei

Gleich einmal folgende Info vorweg: Ich war zwar noch nicht in allen US Bundesstaaten, doch über die, die wir besucht haben läßt sich sagen, daß die Mehrheit der Amerikaner sehr defensive, vernünftige und geduldige Autofahrer sind – in Kalifornien war dieses am Auffälligsten. Obwohl manche Pickups riesig sind, kenne ich das Geprotze wer die fetteste und schnellste Karre hat, aus den USA nicht. Man ist überwiegend gelassen und läßt sich auch nicht reizen.

Mietwagen, Verkehr und Polizei in den USA

Die USA sind wie geschaffen für Reisen mit dem Auto. Viele Sehenswürdigkeiten liegen weit auseinander, zahlreiche Nationalparks sind nur mit dem Fahrzeug sinnvoll erreichbar und legendäre Straßen wie die Route 66 oder der Pacific Coast Highway machen bereits die Fahrt selbst zum Erlebnis. Wer die Vereinigten Staaten flexibel entdecken möchte, entscheidet sich daher häufig für einen Mietwagen oder ein Wohnmobil. Damit die Reise entspannt verläuft, lohnt es sich jedoch, einige Besonderheiten rund um Verkehr, Mietwagen und Straßenregeln zu kennen.


Mietwagen buchen

Ein Mietwagen lässt sich bequem bereits vor der Reise online buchen. Besonders in beliebten Reisezeiten wie den Sommerferien oder rund um Feiertage sind frühe Buchungen empfehlenswert. Oft sind die Preise dann günstiger und die Auswahl größer.

Bei der Fahrzeugwahl sollte bedacht werden, wie viele Personen und Gepäckstücke mitreisen. Amerikanische Straßen sind meist breit und Parkplätze großzügig, weshalb größere Fahrzeuge in den USA deutlich verbreiteter sind als in Europa. SUVs und Pick-ups gehören dort zum normalen Straßenbild.

Wer längere Strecken plant, sollte auf Komfort achten. Für Roadtrips sind Mittelklassewagen oder SUVs häufig angenehmer als sehr kleine Fahrzeuge.

Wichtig bei der Buchung:

  • unbegrenzte Kilometer bevorzugen
  • faire Tankregelung wählen
  • ausreichenden Versicherungsschutz prüfen
  • Zusatzkosten für junge Fahrer beachten
  • Flughafengebühren vergleichen

Ich möchte jetzt keine Reklame machen, aber ich benutze immer gerne https://www.billiger-mietwagen.de/ . Hier kann man sehr gut filtern, welche Bedingungen für den Mietenden wichtig sind und erhält auch eine Versicherungs-Bewertung.

Der Fairness halber, aber nachfolgend noch einige weitere Mietwagen-Vergleichsportale:


Versicherungen

Die Versicherungsbedingungen unterscheiden sich teilweise deutlich von europäischen Standards. Deshalb sollte man genau prüfen, welche Leistungen im Mietpreis enthalten sind.

Wichtige Versicherungen:

  • Haftpflichtversicherung
  • Vollkasko ohne oder mit geringer Selbstbeteiligung
  • Diebstahlschutz
  • Glas- und Reifenschutz

In den USA sind Schadenersatzforderungen oft sehr hoch. Eine ausreichend hohe Haftpflichtdeckung ist daher besonders wichtig.

Viele Kreditkarten enthalten bereits Mietwagenversicherungen. Trotzdem sollte man die Bedingungen sorgfältig lesen, da häufig Einschränkungen gelten.

Wenn man dann z.B. bei https://www.billiger-mietwagen.de/ einen exzellent versicherten Mietwagen gebucht hat und in den USA ankommt und die Reservierung vorlegt, den sogenannten Voucher, wird einem IMMER die Frage gestellt, ob man weitere Versicherungen benötigt. Verneinen, denn wenn Du das rundum sorglos Paket gebucht hast, brauchst Du keine weiteren Versicherungen – basta.
Aber Achtung, an diesem Punkt geben die Vermieter noch nicht auf. Es folgt ein kritischer Blick auf die Koffer:”Für den gebuchten Wagen sind die Koffer viel zu groß, Du brauchst ein Upgrade. Für nur 200$ mehr, erhältst Du statt des BMW X3 einen X5.” Dann überlegt man kurz und der Gedanke setzt sich fest, viiiiiiieeeeel komfortabler zu reisen für nur 200€ mehr, und schon ist man in die Falle getappt.

Zum Teil nimmt das absurde Züge an. Auf dem einen USA Urlaub waren wir mit 4 Erwachsenen unterwegs und vier großen Koffern. Also einen SUV gebucht der einem BMW X7 entspricht. Also eine Monster-Karre und beim Mietwagen Verleih am Flughafen in den USA teilte man uns mit, der Wagen sei für die vielen Koffer viel zu klein. Wie bitte? Dann haben sie mit Engelszungen auf uns eingeredet und schließlich haben wir eine vermeintlich höhere Kategorie gewählt. Hätten wir darüber nachgedacht, hätte uns auffallen müssen, dass es in dem Jahr, zu dem Zeitpunkt nichts größeres gab. Als wir dann im Auto saßen, fiel uns auf, dass wir in der gleichen Klasse saßen die wir ursprünglich gebucht hatten, nur eben mit Navi und Surround Sound viel besser ausgestattet. Also für mehr Geld mehr SchnickSchnack, aber keinesfalls einen größeren Wagen. Lass Dich also nicht bequatschen!!


Zusatzfahrer

Wer sich beim Fahren abwechseln möchte, sollte alle Fahrer offiziell im Mietvertrag eintragen lassen. Nicht eingetragene Fahrer können im Schadensfall zu Problemen mit dem Versicherungsschutz führen.

Bei manchen Vermietern ist ein Zusatzfahrer kostenlos enthalten, bei anderen wird eine tägliche Gebühr verlangt. Ehepartner sind in einigen Bundesstaaten automatisch mitversichert, dies ist jedoch nicht überall gleich geregelt.


Tankregelung

Die häufigste Tankregelung in den USA lautet „voll/voll“. Das Fahrzeug wird mit vollem Tank übernommen und muss auch vollgetankt zurückgegeben werden.

Alternativ bieten manche Vermieter Vorauszahlungsmodelle an. Dabei bezahlt man den ersten Tank bereits bei der Abholung. Diese Variante lohnt sich meist nur selten.


Automatik- und Schaltwagen

In den USA sind Automatikfahrzeuge Standard. Fahrzeuge mit Schaltgetriebe sind selten und oft nur schwer verfügbar.
Für viele Reisende ist die Automatik besonders auf langen Strecken angenehm. Wer noch nie Automatik gefahren ist, gewöhnt sich meist sehr schnell daran.

Wichtig:
Mit dem linken Fuß wird nicht gebremst. Gas und Bremse werden ausschließlich mit dem rechten Fuß bedient.



Mautsysteme

In einigen Regionen der USA gibt es mautpflichtige Straßen, Brücken oder Tunnel. Besonders häufig findet man Mautsysteme an der Ostküste, in Florida oder rund um große Städte.
Viele Straßen nutzen elektronische Systeme ohne klassische Mautstationen. Die Kennzeichen werden automatisch erfasst.
Bekannte Systeme sind unter anderem:

  • E-ZPass
  • SunPass
  • FasTrak

Viele Mietwagen verfügen über integrierte Mauttransponder. Dafür können jedoch zusätzliche Gebühren anfallen. Vor der Nutzung sollte geprüft werden, welche Kosten der Vermieter berechnet.


Tanken

Auch beim Tanken gibt es Unterschiede zu Europa:

  • Benzin heißt „Gas“ oder „Gasoline“
  • bezahlt wird oft direkt an der Zapfsäule per Kreditkarte
  • viele Tankstellen verlangen die Eingabe einer ZIP-Code-Nummer. Wenn die deutsche PLZ nicht angenommen wird, 00000 probieren, ansonsten den Tankwart fragen.
  • europäische Karten funktionieren nicht immer automatisch

Falls die Kreditkarte an der Zapfsäule nicht akzeptiert wird, kann meist direkt im Shop bezahlt werden, doch anders als in Deutschland, fast immer vor dem Tankvorgang, nicht danach!
Oft behält der Tankwart die Kreditkarte ein, während man draußen tankt.
Von der Empfehlung, die Kreditkarte niemals aus der Hand zu geben, oder aus den Augen zu lassen, muß man sich in den USA sehr häufig verabschieden!


Führerschein

Für touristische Reisen reicht in vielen US-Bundesstaaten der nationale deutsche Führerschein aus. Wichtig ist, dass der Führerschein gültig ist und mitgeführt wird.

Viele Mietwagenfirmen akzeptieren den deutschen Kartenführerschein problemlos.

Das Mindestalter für Mietwagen liegt häufig bei 21 Jahren. Fahrer unter 25 Jahren müssen oft Zusatzgebühren zahlen.


Internationaler Führerschein

Ein internationaler Führerschein ist in einigen Bundesstaaten offiziell empfohlen oder vorgeschrieben, denn nicht alle Polizisten können etwas mit Deutsch auf dem deutschen Führerschein anfangen. Hier dient der int. Führerschein als Übersetzung des nationalen Führerscheins und ist auch nur zusammen mit dem Original gültig.

Auch wenn er nicht immer zwingend benötigt wird, kann er bei Polizeikontrollen oder Mietwagenfirmen hilfreich sein.

Der internationale Führerschein wird in Deutschland bei der Führerscheinstelle ausgestellt und ist z.Zt. drei Jahre gültig und kann nicht verlängert werden. Der internationale Führerschein kostet, je nach Bundesland, zwischen 15€ und 20€.


Polizei in den USA

Gleich vorweg: Polizeikontrollen sollten immer ernst genommen werden!
Auch im Verhalten der Polizei oder zur Polizei, gibt es deutliche Unterschiede zu Deutschland, bzw. Europa.
In Deutschland überholt die Polizei und schaltet ihre Anzeige “Bitte folgen”. In den USA bleibt die Polizei hinter dem anzuhaltenden Fahrzeug und zeigt “STOP” an. Nach dem Stop, müssen alle Insassen unbedingt im Fahrzeug bleiben. Der Fahrer legt die Hände sichtbar auf das Lenkrad. Keine hektischen Bewegungen, kein Griff zur Mittelkonsole oder zum Handschuhfach! Ein Polizist kommt zur Fahrertür, der zweite sichert die Beifahrerseite – meist mit der Hand an der Waffe, oder sogar die Waffe gezogen.
Im deutschen TV werden immer wieder verstörende Szenen mit gewalttätigen, amerikanischen Polizisten gezeigt. Ich verteidige das nicht, doch man bedenke, daß jedes Jahr 100-150 amerikanische Polizisten im Dienst getötet werden – 50-70 Police Officer vorsätzlich! Da kann man die Vorsicht der Polizisten ein klein wenig besser verstehen.
Das Prozedre, wenn man angehalten wird, habe ich selbst einmal bei einem vorausfahrenden Fahrzeug miterlebt. Da kann ich gerne drauf verzichten.


Roadtrip Tipps

Die USA eignen sich hervorragend für Roadtrips. Damit die Reise angenehm bleibt, helfen einige einfache Tipps.

Genügend Zeit einplanen

Die Entfernungen werden oft unterschätzt. Auf der Karte wirken Strecken kürzer als sie tatsächlich sind.

Nicht nur Interstates fahren

Die großen Highways sind schnell, aber oft wenig abwechslungsreich. Scenic Routes und kleinere Straßen bieten häufig deutlich schönere Landschaften.

Pausen einlegen

Besonders in Wüstenregionen oder Nationalparks können lange Fahrten anstrengend werden.

Wasser mitnehmen

In heißen Regionen wie Arizona, Nevada oder Utah sollte immer ausreichend Trinkwasser im Fahrzeug sein.

Offline-Karten speichern

In abgelegenen Gebieten gibt es nicht überall Mobilfunkempfang.


Wohnmobil vs. Auto

Viele USA-Reisende stehen vor der Frage: Wohnmobil oder Mietwagen?

Vorteile eines Wohnmobils

  • Unterkunft und Transport kombiniert
  • ideal für Nationalparks
  • hohe Flexibilität
  • besonderes Roadtrip-Erlebnis

Nachteile eines Wohnmobils

  • höherer Verbrauch
  • schwieriger in Städten
  • Campingplätze oft reservierungspflichtig
  • höhere Mietkosten

Vorteile eines Mietwagens

  • günstiger
  • einfacher zu parken
  • besser für Städte geeignet
  • flexibler bei Hotels

Nachteile eines Mietwagens

  • Hotels separat nötig
  • weniger Platz
  • kein eigenes „rollendes Zuhause“

Welche Variante besser passt, hängt stark von der geplanten Route und dem persönlichen Reisestil ab. Für Nationalpark-Rundreisen bevorzugen viele Reisende ein Wohnmobil, während Städtereisen und klassische Rundreisen oft mit dem Mietwagen praktischer sind.

Verkehrsregeln

Straßenarten

In den USA gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Bezeichnungen für Straßen: Boulevard, Lane, Highway, Parkway, Street, Way, Avenue, Turnpike usw..
Eine besondere Stellung nimmt der Freeway ein. Er bezeichnet eine meistens mehrspurige Straße mit eindeutig festgelegten Ein- und Ausfahrten und ist kreuzungsfrei. Daher entspricht er am ehesten dem, was wir unter Autobahnen verstehen.
Daneben gibt es noch Interstates. Das sind die großen Verbindungsstraßen quer durch den Kontinent. Die US-Highways entsprechen in etwa unseren Bundesstraßen und die State-Highways unseren Landstraßen.
Verwirrend wird es, wenn es zu Mischformen kommt – also wenn ein State-Highway oder ein County-Highway ein Freeway ist.

Was zum Teil sehr hilfreich ist, dass Straßen zumeist nicht nur mit ihrer Nummer, sondern bei den Auffahrten auch noch mit der Himmelsrichtung bezeichnet werden, in die sie führen. Wenn man also in San Diego ist und nach LA will, braucht man nur nach den entsprechenden Verkehrsschildern achten, die die Bezeichnung “N” tragen. Das kann zum Beispiel bei der Interstate 75 Richtung Norden so aussehen: „I-75 N“.
Die Nord-Süd-Interstates tragen ungerade Nummern, angefangen beim I-5 entlang der Pazifikküste bis zum I-95 an der Atlantikküste. Die Ost-West Interstates haben gerade Nummern, angefangen beim I-10 (Florida – Kalifornien) bis zur I-94 (Boston-Seattle).

Fahrspuren

Amerikanische Fahrbahnmarkierungen:
gelb trennt den Gegenverkehr,
weiß trennt Fahrbahnen in gleicher Richtung und markiert den Straßenrand,
rot bzw. orange sind die Markierungen in Baustellen.
Ein gelber Doppelstrich bedeutet absolutes Überholverbot.
Achten Sie immer darauf, daß links von Ihrem Fahrzeug eine gelbe Markierung ist. Befindet sich dort eine weiße Markierung, überholen Sie entweder oder Sie fahren auf einer mehrsprurigen Straße bzw. einer Einbahnstraße in die falsche Richtung (als Geisterfahrer).
Ein gelber Strich als linke Straßenbegrenzung bedeutet Einbahnstraße.

Multi-Lane

Neben der relativ einfachen Basismarkierung treten einige Sonderfälle auf:
Zahlreiche Staaten kennen sog. “Left Turn Center Lanes”, also zentrale Linksabbiegespuren. Diese findet man insbesondere auf größeren Ein- und Ausfallstraßen, damit der Linksabbiegeverkehr den fließenden Verkehr nicht behindert. Will man nach links abbiegen, ordnet man sich in die Linksabbiegespur ein und darf sie maximal 80 Meter weit befahren. Bei Gegenverkehr kann man auf der Abbiegespur auch zum Stehen kommen. Abbiegespuren sind grundsätzlich nur ausgesprochen vorsichtig zu benutzen, da sie für Fahrzeuge beider Fahrtrichtungen dienen.

Im Überlandverkehr sind immer noch 3-spurige Straßen verbreitet, bei denen für beide Fahrtrichtungen gleichzeitig (!) eine Überholspur zur Verfügung steht.

Keep in Lane

Während in Europa auf mehrspurigen Straßen das Prinzip “Rechts fahren, Links überholen” gilt, orientiert sich der amerikanische Verkehr an der Vermeidung von Spurwechseln (Keep in Lane). Auf mehrspurigen Straßen kann man sowohl links wie rechts überholen. Bei jedem Spurwechsel, auch nach rechts, muß man sich vergewissern, daß man nicht von rechts überholt wird. In einigen Bundesstaaten wird ein unmotivierter Spurwechsel mit Bußgeld geahndet.

Car Pool

In einzelnen Staaten sind auf mehrspurigen Straßen zur Berufsverkehrszeit Spuren für Fahrzeuge, die mit mehr als zwei Insassen besetzt sind, reserviert. Diese “Car Pool Lanes” genannten Fahrstreifen dürfen auch nur von Fahrzeugen mit der Mindest-Insassenzahl benutzt werden. Verstöße hiergegen werden mit Bußgeldern im Bereich von mehr als € 250 bestraft.

Parken

Was wir aus Deutschland gar nicht kennen, sind farbig markierte Bordsteine. Diese Regelungen sollte man aber kennen, damit man nicht abgeschleppt, oder seinen Mietwagen mit einer Parkkralle wiederfindet.
roter Bordstein: absolutes Halteverbot
weißer Bordstein: maximal fünf Minuten während der Geschäftszeit
grüner Bordstein: maximal zehn Minuten während der Geschäftszeit
blauer Bordstein: nur für Behinderte
gelber/schwarzer Bordstein: Ladezone.

„No Standing“ und „No Parking“, – Halte oder Parkverbotsschilder sollten unbedingt beachtet werden. Nur dort parken, wo es eindeutig erlaubt ist. Richtet man sich nicht dananch, findet man schnell eine Kralle an seinem Fahrzeug, oder das Fahrzeug entfernt. Das Fahrzeug muß man dann auslösen was nicht nur sehr teuer ist, es kostet auch unnötig Zeit.

Ebenso ist das Parken näher als 3 Meter an einem Hydranten oder einer Einfahrt verboten. Viele Häuser in den USA waren und werden immer noch aus Holz gebaut. Deswegen hat die Feuerbekämpfung und -vorsorge einen extrem hohen Stellenwert. Vielerorts finden sich zur Feuervorsorge (oft rote) Hydranten. Parken Sie nie vor einem Hydranten. Das Fahrzeug wird in der Regel in kürzester Zeit abgeschleppt, die entstehnden Kosten sind enorm und das Bußgeld extrem hoch

Falschparken kann teuer werden. Besonders in Großstädten wird streng kontrolliert und wird einem, selbst wenn man schon längst wieder zurück in Deutschland ist, durch die Mietwagen-Firma in Rechnung gestellt.

Zuweilen sieht man auch Kreidestriche an den Reifen des Mietwagens . Also, einfach stehen bleiben und nur die Parkscheibe weiter drehen – ist nicht! Die Politesse kann durch die Kreidestriche sehen, ob man den Wagen bewegt hat!

Anschnallpflicht

Außer in New Hampshire besteht in allen Staaten Anschnallpflicht.

Geschwindigkeit

Die maximalen Geschwindigkeitsbegrenzungen sind z.T. recht unterschiedlich, in einigen Bundesstaaten sind sie auf den Interstates z.T. sogar ganz aufgehoben.
Ganz grob kann kan man die Höchstgeschwindigkeiten aber wie folgt einteilen:
westliche Bundesstaaten: 75 Meilen/Stunde (mph) (= 121 km/h)
östliche Bundesstaaten: 70 mph (113 km/h)
Einige wenige Staaten, hauptsächlich im Nordosten: 65 mph (105 km/h),
Hawaii: 60 mph (97 km/h)
Einige kleinere Gebiete in Texas und Utah erlauben eine Höchstgeschwindigkeit von 80 mph (129 km/h).

Im Umfeld von Schulen ist die Geschwindigkeit sehr häufig auf 15 Meilen/Stunde begrenzt. Häufig wird das jedoch dadurch eingeschränkt, daß diese Begrenzung nur gültig ist, wenn ein gelbes Licht brennt oder Kinder anwesend sind.

Geschwindigkeitskontrollen werden sehr häufig durchgeführt, z.T. sogar aus der Luft. Die Strafen sind z.T. sehr empfindlich. Wenn sie nicht direkt eingezogen werden, dann später über den Auto-Vermieter. Sollte ein Eintreiben dieser Bußgelder nicht möglich sein, erfolgt schon mal ein Vermerk und wenn man Jahre später wieder in die USA einreisen möchte, kommt es dann zu Problemen.

Schulbus

Die gelben Schulbusse, die jeder schon einmal in einem amerikanischen Spielfilm gesehen hat, sind besondere Verkehrsteilnehmer. Wenn sie halten, darf man sie nicht überholen – auch in Gegenrichtung darf man nicht vorbeifahren. Hält man sich nicht hieran, so sind die Strafen extrem hoch. Schulbusse verkehren zumeist außerhalb der Ferien früh morgens, mittags und am späten Nachmittag.

4 Way / All Way Beschilderung

Eine Besonderheit sind Stopp-Zeichen mit dem Zusatzvermerk “4 Way” oder “All Way”. Dieses Schild bedeutet, daß man aus jeder Richtung kommend, an dieser Kreuzung vollständig zum Stehen kommen muß. Es fährt dann der zuerst, der auch zuerst an der Kreuzung war und ist das mal nicht eindeutig, verständigt man sich mit Handzeichen. Überhaupt ist der Schilderwald in den USA nicht so groß wie bei uns und es wird viel kommuniziert. Für einen ungeduldigen Deutschen ist das erst alles etwas ungewohnt, aber nach drei Wochen Urlaub lernt man den amerikanischen Verkehr lieben, da er weniger hektisch is.

Rechtsabbiegen

Meistens ist es so, daß die Ampel, anders als bei uns, an der gegenüber liegenden Straßenecke steht, oder in der Mitte der Kreuzung hängt. Wenn man nun an eine Kreuzung kommt und die Ampel gegenüber steht, fragt man sich als Deutscher, ob man nun abbiegen darf. Ja, in den meisten US-Staaten ist das Rechtsabbiegen bei Rot erlaubt. Ähnlich wie bei uns beim “grünen Pfeil” sollte man an der Kreuzung vollständig zum Stehen kommen und sich davon überzeugen, daß man gefahrlos nach Rechts abbiegen kann. Leider erlauben nicht alle Staaten das “Turn Right on Red”, von daher sollte man sich hierüber vorher erkundigen. Achtung: Befindet sich an einer Ampel das Hinweisschild “No Turn on Red”, so darf man hier ausnahmsweise bei Rot nicht abbiegen.

Alkohol

Für Kraftfahrer gilt in den meisten Staaten ein absolutes Alkoholverbot. Oftmals ist es verboten, Alkoholika offen sichtbar im Auto liegen zu lassen. In manchen Gegenden ist es untersagt, Alkohlbehältnisse geöffnet im Auto, also auch im Kofferraum, zu transportieren.


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