Wissenswertes zu unserer Norditalien Rundfahrt 2026

Es gibt Reisen, die führen von einem Ort zum nächsten. Und dann gibt es Reisen, bei denen bereits der Weg selbst zu den schönsten Erlebnissen gehört. Genau so eine Tour ist diese Rundreise durch Nord- und Mittelitalien.

Von den Bergen des Allgäus geht es zunächst über die Alpen nach Italien. Schon die Anfahrt ist ein Erlebnis. Wer nicht unter Zeitdruck steht, sollte möglichst nicht ausschließlich die Autobahn nutzen. Gerade auf den letzten Kilometern vor dem Comer See eröffnen sich immer wieder herrliche Ausblicke auf die Alpen und die ersten italienischen Seen. Spätestens hier beginnt das berühmte italienische Lebensgefühl.

Comer See – Eleganz zwischen Bergen und Wasser

Der Comer See gehört zu den schönsten Seen Europas. Besonders reizvoll sind die kleinen Uferstraßen, die sich direkt am Wasser entlangschlängeln. Orte wie Bellagio, Varenna oder Menaggio laden dazu ein, einfach einmal stehen zu bleiben, einen Espresso zu trinken und das bunte Treiben zu beobachten.

Nehmt Euch Zeit für eine Fährfahrt über den See. Viele der schönsten Villen und Gärten zeigen sich erst vom Wasser aus.

Mailand – mehr als nur eine Großstadt

Viele Reisende fahren an Mailand vorbei. Meiner Meinung nach wäre das ein Fehler. Natürlich gehören der Dom, die Galleria Vittorio Emanuele II und das Opernhaus Scala zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten. Mindestens genauso spannend ist aber das Leben in den kleinen Straßen abseits der großen Plätze.

Plant für Mailand möglichst nicht nur einen kurzen Zwischenstopp ein. Bereits ein Abend genügt, um den besonderen Charakter dieser Stadt kennenzulernen.

Richtung Ligurien – die abwechslungsreiche Fahrt ans Meer

Auf dem Weg nach La Spezia verändert sich die Landschaft ständig. Aus der lombardischen Ebene werden sanfte Hügel, später Weinberge und schließlich die ersten Berge des Apennins.

Wer Zeit mitbringt, sollte die Autobahn gelegentlich verlassen. Viele kleine Orte liegen nur wenige Minuten entfernt und vermitteln das ursprüngliche Italien weit besser als jeder Rastplatz.

Cinque Terre – am besten mit der Bahn entdecken

Die fünf Dörfer der Cinque Terre gehören zu den bekanntesten Küstenlandschaften Europas. Trotzdem lohnt sich der Besuch unbedingt.

Mein Tipp: Das Auto möglichst in La Spezia stehen lassen und mit dem Zug oder Schiff weiterfahren. Die Straßen sind extrem schmal, Parkplätze rar und in vielen Orten dürfen Besucher ohnehin nicht mit dem Auto fahren.

Zwischen Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore lohnt es sich, einfach durch die kleinen Gassen zu schlendern. Oft entdeckt man die schönsten Fotomotive dort, wo man sie gar nicht erwartet.

Die Toskana nur streifen? Lieber bewusst genießen

Auch wenn das eigentliche Ziel weiter südlich liegt, führt die Strecke durch einen Teil der Toskana. Selbst von der Autobahn aus erkennt man bereits die sanften Hügel, Zypressen und Weinberge.

Wer etwas mehr Zeit hat, sollte einen kleinen Abstecher über Landstraßen einplanen. Gerade hier zeigt sich Italien oft von seiner schönsten Seite.

Rom – Geschichte an jeder Straßenecke

Rom ist keine Stadt, die man “abarbeitet”. Hier lohnt es sich, einfach durch die Straßen zu laufen und sich treiben zu lassen. Zwischen antiken Ruinen, kleinen Cafés, Brunnen und Piazzas entdeckt man ständig Neues.

Mein Rat: Plant ausreichend Zeit ein und versucht nicht, alles an einem Tag sehen zu wollen.

Neapel – lebendig, laut und einzigartig

Über Neapel hört man viele unterschiedliche Meinungen. Tatsächlich ist die Stadt lebhaft, manchmal chaotisch und unglaublich authentisch.

Gerade diese Mischung macht ihren Reiz aus. Hier wurde die Pizza erfunden, der Vesuv prägt das Stadtbild und mit Pompeji liegt eine der beeindruckendsten Ausgrabungsstätten Europas praktisch vor der Haustür.

Durch die Abruzzen – Italiens unbekannte Schönheit

Für mich gehört dieser Abschnitt zu den größten Überraschungen der gesamten Reise.

Die Abruzzen zählen zu den ursprünglichsten Regionen Italiens. Hohe Berge, tiefe Täler, mittelalterliche Dörfer und kaum Massentourismus machen den besonderen Reiz aus.

Wenn möglich, solltet Ihr nicht einfach nur die Autobahn Richtung Pescara nehmen. Gerade die kleineren Bergstraßen führen durch Landschaften, die viele Italienurlauber niemals zu Gesicht bekommen.

Pescara – die Adriaküste genießen

Nach den Bergen erreicht Ihr schließlich die Adria. Pescara bietet lange Sandstrände, eine schöne Promenade und viele Restaurants direkt am Meer.

Ideal für einen entspannten Abend, bevor es weiter Richtung Norden geht.

Venedig – früh aufstehen lohnt sich

Venedig ist einzigartig. Allerdings auch eine der meistbesuchten Städte Europas.

Mein persönlicher Tipp: Früh morgens oder erst am Abend unterwegs sein. Dann zeigen sich die kleinen Gassen, Kanäle und Brücken von ihrer schönsten Seite.

Wer sich einmal bewusst vom Markusplatz entfernt, entdeckt ein deutlich ruhigeres und oft noch schöneres Venedig.

Welche Straßen besonders lohnenswert sind

Nicht immer ist die schnellste Strecke auch die schönste. Wann immer es die Zeit erlaubt, lohnt sich ein Wechsel von der Autobahn auf kleinere Landstraßen.

Besonders schön sind:

  • die Uferstraße entlang des Comer Sees
  • die Küstenstraße rund um die Cinque Terre (soweit befahrbar)
  • die Straßen durch den Nationalpark Gran Sasso in den Abruzzen
  • kleinere Landstraßen zwischen Rom und den Abruzzen
  • die Zufahrt nach Venedig über die Ponte della Libertà mit dem ersten Blick auf die Lagune

Mein Fazit

Diese Rundreise verbindet fast alle Facetten Italiens: mächtige Alpen, elegante Seen, pulsierende Großstädte, spektakuläre Küsten, antike Geschichte, beeindruckende Berglandschaften und entspannte Badeorte.

Lasst Euch unterwegs ruhig auch einmal treiben. Die schönsten Erinnerungen entstehen oft nicht an den bekannten Sehenswürdigkeiten, sondern in einem kleinen Straßencafé, auf einem Dorfplatz oder an einem Aussichtspunkt, den man eher zufällig entdeckt.

Genau das macht für mich den besonderen Reiz einer Italien-Rundreise aus.


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