1. Einleitung
Stifado gehört zu den bekanntesten Schmorgerichten der griechischen Hausmannskost. Besonders typisch sind die vielen kleinen Schalotten oder Silberzwiebeln, die dem Gericht seine leicht süßliche, aromatische Note verleihen. Traditionell wird Stifado mit Rindfleisch, Kaninchen oder manchmal auch Lamm zubereitet. Durch langes Schmoren entsteht ein kräftiger, würziger Eintopf mit mediterranen Aromen von Zimt, Lorbeer, Rotwein und Tomaten.
Stifado wird in Griechenland oft als Sonntagsgericht serviert und schmeckt am nächsten Tag sogar noch besser.
2. Zutaten
Für 4 Personen:
- 1 kg Rindergulasch oder Schmorfleisch
- 700 g kleine Schalotten oder Silberzwiebeln
- 3 EL Olivenöl
- 2 Knoblauchzehen
- 400 g gehackte Tomaten
- 2 EL Tomatenmark
- 150 ml trockener Rotwein
- 200 ml Rinderbrühe oder Wasser
- 2 Lorbeerblätter
- 1 Zimtstange
- 4–5 Nelken
- 1 TL Oregano
- 1 TL Paprikapulver
- Salz
- Schwarzer Pfeffer
- 1 TL Rotweinessig
- Optional: etwas Zucker oder Honig
3. Vorbereitung
Das Fleisch in größere Würfel schneiden und trocken tupfen. Schalotten oder Silberzwiebeln schälen. Knoblauch fein hacken.
Tomatenmark, Wein, Gewürze und Brühe bereitstellen, damit später alles zügig verarbeitet werden kann.
4. Zubereitung
Fleisch anbraten
Olivenöl in einem großen Schmortopf erhitzen. Das Fleisch portionsweise kräftig anbraten, bis es rundherum Farbe bekommt. Anschließend herausnehmen.
Zwiebeln schmoren
Die Schalotten im gleichen Topf einige Minuten langsam anbraten, bis sie leicht goldbraun werden. Danach Knoblauch hinzufügen.
Sauce zubereiten
Tomatenmark kurz mitrösten. Mit Rotwein ablöschen und kurz einkochen lassen. Anschließend Tomaten, Brühe, Lorbeer, Zimt, Nelken, Oregano und Paprikapulver hinzufügen.
Langsam schmoren
Das Fleisch wieder in den Topf geben. Alles gut vermengen und bei niedriger Hitze etwa 1,5 bis 2 Stunden schmoren lassen, bis das Fleisch sehr zart ist.
Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und etwas Rotweinessig abschmecken. Wer die Sauce etwas milder mag, kann eine kleine Prise Zucker oder etwas Honig ergänzen.
5. Tipps & Varianten
- Besonders traditionell ist Stifado mit Kaninchenfleisch.
- Kleine Silberzwiebeln sorgen für ein authentisches Aroma.
- Das Gericht schmeckt aufgewärmt oft noch intensiver.
- Wer mag, kann etwas Kreuzkümmel oder Piment ergänzen.
- Für eine dickere Sauce den Deckel in den letzten 20 Minuten offen lassen.
- Vegetarische Varianten mit Pilzen oder Auberginen sind ebenfalls beliebt.
6. Serviervorschläge
Stifado wird häufig serviert mit:
- knusprigem Weißbrot
- Reis
- Kartoffelpüree
- Ofenkartoffeln
- Kritharaki (griechische Reisnudeln)
Dazu passt ein griechischer Bauernsalat und ein Glas trockener Rotwein.
7. Herkunft & Hintergrund
Die Wurzeln von Stifado reichen mehrere Jahrhunderte zurück. Der Name stammt vermutlich vom italienischen „stufato“, was „geschmort“ bedeutet. Während der venezianischen Einflüsse auf die griechischen Inseln verbreitete sich das Gericht in vielen Regionen Griechenlands.
Heute existieren zahlreiche regionale Varianten – von Kreta bis Nordgriechenland. Gemeinsam ist ihnen die langsame Schmorzeit und die typische Kombination aus Tomaten, Wein, Gewürzen und den charakteristischen kleinen Zwiebeln, die Stifado zu einem Klassiker der griechischen Familienküche machen.