Gesundheit & Sicherheit in den USA
Die USA gelten grundsätzlich als sicheres Reiseland mit einer modernen Infrastruktur und einer guten medizinischen Versorgung. Dennoch gibt es einige Besonderheiten, die Reisende kennen sollten. Vor allem die hohen Behandlungskosten, regionale Naturgefahren und die enorme Größe des Landes unterscheiden eine USA-Reise von vielen Urlauben in Europa. Wer sich vor der Reise informiert und einige grundlegende Vorsichtsmaßnahmen beachtet, kann seinen Aufenthalt entspannt genießen.
Auslandskrankenversicherung
Eine Auslandskrankenversicherung gehört zu den wichtigsten Vorbereitungen für eine USA-Reise. Die medizinische Versorgung in den Vereinigten Staaten ist zwar hervorragend, kann aber sehr teuer werden.
Bereits eine einfache Behandlung in einer Notaufnahme kann mehrere hundert oder sogar tausende Dollar kosten. Krankenhausaufenthalte, Operationen oder Rücktransporte nach Deutschland können schnell hohe Summen erreichen.
Bei der Auswahl einer Versicherung sollten Reisende darauf achten, dass folgende Leistungen enthalten sind:
- Ambulante und stationäre Behandlungen
- Arztbesuche und Medikamente
- Medizinisch sinnvoller Rücktransport
- Notfallversorgung
- Zahnärztliche Notfallbehandlungen
- 24-Stunden-Notrufservice
Viele Versicherungen kosten nur wenige Euro pro Jahr und bieten einen umfassenden Schutz.
Notruf in den USA
Die zentrale Notrufnummer in den USA lautet:
911
Über diese Nummer können Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst erreicht werden.
Der Notruf funktioniert:
- Von Mobiltelefonen
- Von Festnetzanschlüssen
- Teilweise auch ohne aktive SIM-Karte
Bei einem Anruf sollten möglichst folgende Informationen angegeben werden:
- Wo befindet sich der Notfall?
- Was ist passiert?
- Gibt es Verletzte?
- Wie viele Personen sind betroffen?
Die Leitstellen verfügen häufig über Dolmetscherdienste für verschiedene Sprachen.
Medikamente mitnehmen
Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte ausreichend Vorrat für die gesamte Reise mitführen.
Empfehlenswert sind:
- Medikamente im Originalbehälter transportieren
- Beipackzettel aufbewahren
- Ärztliche Bescheinigung für verschreibungspflichtige Medikamente mitführen
- Medikamente im Handgepäck transportieren
Besondere Vorsicht ist bei starken Schmerzmitteln, Betäubungsmitteln oder Medikamenten mit speziellen Wirkstoffen geboten. Für bestimmte Präparate können zusätzliche Nachweise erforderlich sein.
Eine kleine Reiseapotheke sollte außerdem enthalten:
- Schmerzmittel
- Pflaster
- Desinfektionsmittel
- Mittel gegen Durchfall
- Sonnenschutz
- Insektenschutz
Apotheken in den USA
Apotheken heißen in den USA meist Pharmacy.
Viele befinden sich in großen Drogerie- und Supermarktketten.
Typische Anbieter sind:
- CVS Pharmacy
- Walgreens
- Rite Aid
Dort sind zahlreiche Medikamente frei erhältlich, die in Deutschland teilweise verschreibungspflichtig sind.
Verschreibungspflichtige Medikamente können jedoch meist nur mit einem amerikanischen Rezept eingelöst werden.
Impfungen für die USA
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind normalerweise keine besonderen Pflichtimpfungen vorgeschrieben.
Empfohlen wird jedoch ein aktueller Standardimpfschutz entsprechend den nationalen Impfempfehlungen, insbesondere gegen:
- Tetanus
- Diphtherie
- Keuchhusten
- Masern
- Polio
Je nach Reiseart können weitere Impfungen sinnvoll sein, beispielsweise bei längeren Aufenthalten in ländlichen Regionen.
Vor Reiseantritt empfiehlt sich eine Beratung beim Hausarzt oder einem Reisemediziner.
Naturgefahren in den USA
Die USA umfassen zahlreiche Klima- und Landschaftszonen. Dadurch können regional unterschiedliche Naturgefahren auftreten.
Mögliche Risiken sind:
- Hurrikans an der Golf- und Atlantikküste
- Tornados im Mittleren Westen
- Waldbrände im Westen
- Überschwemmungen
- Erdbeben an der Westküste
- Extreme Hitze in Wüstenregionen
- Schneestürme in nördlichen Bundesstaaten
Reisende sollten lokale Wetterwarnungen beachten und sich insbesondere während Roadtrips über aktuelle Bedingungen informieren.
Tornados
Tornados treten vor allem im sogenannten „Tornado Alley“-Gebiet auf.
Dazu gehören unter anderem Teile von:
- Texas
- Oklahoma
- Kansas
- Nebraska
Die Hauptsaison liegt meist zwischen Frühling und Sommer.
Bei einer Tornadowarnung gilt:
- Sofort Schutz in einem festen Gebäude suchen
- Fenster meiden
- Möglichst in den Keller oder einen innenliegenden Raum gehen
- Wetterwarnungen verfolgen
Für Touristen besteht nur selten eine direkte Gefahr, da moderne Warnsysteme meist frühzeitig informieren.
Bären in Nationalparks
In einigen Nationalparks leben Schwarzbären und Grizzlybären.
Besonders bekannt sind:
- Yellowstone National Park
- Grand Teton National Park
- Glacier National Park
- Denali National Park
Bärenangriffe sind selten, dennoch sollten Besucher einige Regeln beachten:
- Niemals Wildtiere füttern
- Ausreichenden Sicherheitsabstand halten
- Lebensmittel nicht offen liegen lassen
- Markierte Wanderwege nutzen
- Hinweisschilder beachten
In vielen Nationalparks stehen spezielle bärensichere Aufbewahrungsbehälter für Lebensmittel zur Verfügung.
Sicherheit in Großstädten
Millionen Touristen besuchen jedes Jahr amerikanische Metropolen ohne Probleme. Wie in vielen Großstädten weltweit sollte man jedoch aufmerksam bleiben.
Empfehlenswert sind folgende Vorsichtsmaßnahmen:
- Wertsachen nicht offen zeigen
- Taschen und Kameras im Blick behalten
- Nachts abgelegene Gegenden meiden
- Fahrzeuge nicht sichtbar mit Gepäck beladen
- Nur offizielle Taxis oder Fahrdienste nutzen
- Geld und Dokumente getrennt aufbewahren
Besonders in touristischen Zentren von Städten wie New York City, Los Angeles oder Chicago gelten dieselben Vorsichtsregeln wie in europäischen Großstädten.
Fazit
Mit einer guten Vorbereitung ist eine Reise in die USA in der Regel sicher und unkompliziert. Eine Auslandskrankenversicherung, eine kleine Reiseapotheke und das Wissen über regionale Besonderheiten sorgen für zusätzliche Sicherheit. Wer Wetterwarnungen beachtet, Wildtieren mit Respekt begegnet und die üblichen Vorsichtsmaßnahmen in Städten einhält, kann die Vielfalt der Vereinigten Staaten unbeschwert genießen.

